Seit einigen Tagen suchen wir eine segelbare Passage über das Skagerrak. Das Seegebiet von Südnorwegen nach Dänemark ist nicht ganz ohne. Vor der Küste gibt es einen Graben mit knapp 500 Meter Wassertiefe, der dann auf Nordseeniveau von 30 Meter ansteigt. Hier bilden sich „Dangerous Waves“. Wir haben diese Wellen vor vielen Jahren mal kennen gelernt. Die Gebiete sind in den Seekarten fett markiert. Das war damals „Rodeo“ für Fortgeschrittene! Jetzt wollen wir vorsichtiger sein.

Tanker vor Anker!
Am 28. Juli klingelte dann der Wecker um 6 Uhr. Also Abfahrt von Mandal um genau 7:30 Uhr. Ich blicke mit Kapitänsblick wichtig umher und sage: „Das müßte heute passen“! Vorhergesagte Wellen und Düngung, bis 3 Meter habe ich verschwiegen. Nach 13 Stunden und 15 Minuten waren wir dann im Hafen von Thyborøn/ DK.

Ein langer Segeltag geht zu Ende. Noch mit Salz in den Augen blicken wir müde auf unsere Kojen. Was für ein Reise heute!


Unsere Reise Richtung Süd nimmt Fahrt auf. Über „Hvide Sande“, einem Seehafen vor der Westküste von Dänemark, ging es heute weiter in den Hafen von Esbjerg.

Die letzten zwei Etappen haben richtig Spass gemacht. Endlich freie See und schnelle Meilen. Das hat uns in Norwegen gefehlt. So schön die Landschaft auch dort ist, letztlich sind wir auf „Segeltörn“ und das Segeln kam mir zwischen den Hohen Bergen oft zu kurz.
Wer Lust auf Segelvideos hat kann unsere Videos in diesem Blog anschauen. Weißes Blauwasser, Delphine und Wale sind zu sehen.

Das Wetter war in diesem Sommer eher durchwachsen. Im Schnitt war nur jeder zweite Tag einigermaßen- und selten sommerlich. Schön daran ist das stimmungsvolle Licht für perfekte Bilder.

Bezahlt haben wir in Norwegen ausschließlich mit unserer VISA Card. Selbst im Bus oder für eine Kugel Eis. Wir hatten die ganze Zeit kein Bargeld. Man kann sich daran gewöhnen! Nur teuer war es überall. Essen gehen oder mal ein Getränk schlägt extrem in die Bordkasse.

Die Norweger/innen sind nette Menschen. Wir wurden überall freundlich empfangen. Es ist ein reiches Land. Überall am Wasser und in den Bergen stehen Ferienhäuser. Oft riesengross mit Sauna und eigenem Motorboot Anleger. Aber- kaum bewohnt. Wahnsinn was da herum steht.

Und wo ich gerade von Motorbooten schreibe, die können einem mächtig auf den Geist gehen. Ständig fährt son Ding mit Vollgas an uns vorbei, macht eine ordentliche Welle und ist schon von Weiten zu hören. Das nervt! Die großen und kleinen Boote werden hier benutzt wie bei uns die Autos. Man fährt zum Shoppen, zum Brötchen holen und spazieren. Das ist norwegischer Lifestyle.

Heute sind wir in den Hafen von „Esbjerg“ eingelaufen. Hier werden wir den Südwest Wind abwarten und unser nächstes Ziel planen. Trotz des Wetters war es bis hier eine schöne Reise mit vielen Eindrücken im Seesack. Mal sehen, was noch kommt. Gruss an Alle, die unseren Blog lesen,
Crew Elisa
…hier noch weitere Bilder:





PS. Zum Schluss noch zwei norwegische Wetterdienste, die sehr nützlich für uns Segler sein können.























