Auf „El Hierro“ wachsen die Bäume nicht in den Himmel!

Wacholderbäume in „El Sabinar“, gezeichnet vom ständigen Wind und rund 300 Jahre alt!
Beeindruckende Natur- wir verbeugen uns auch!
Hauptsache Sie erkältet sich nicht!😜

Obwohl die Vulkaninsel „El Hierro“ 1502 Meter aus den Atlantik heraus ragt, ist sie bescheiden und zurückhaltend geblieben! Hier wächst nichts in den Himmel, hier finden keine Modenschauen statt. Keine Touristenburgen. Keine Hochhäuser. Jeder muss sich sein Glück selbst suchen. Nur wer das kann ist hier genau richtig und kommt oftmals aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Skurrile Felsformationen, „Roque Bonanza“ an der Ostküste. (Bär kämpft mit Löwe? 😜)
Schwindelerregender Blick von oben. Links wieder der „Roque Bonanza“.

Mit unserem Mietwagen, einem „Fiat 500“, sind wir zum ehemaligen Nullmeridian von Spanien gefahren.

Hier gibt es noch leere Strassen.!

Bevor die Weltnationen den Nullmeridian durch „Greenwich“ in England festlegten, verlief der spanische Nullmeridian genau hier wo ich sitze. Eine Skulptur markiert den Punkt. (Längengrade verlaufen vom Nord- bis zu Südpol.)

Ehemaliger Nullmeridian verlief durch El Hierro.

El Hierro ist auffällig sauber! Wo immer man sich bewegt, kein Plastik, kein Müll, alles aufgeräumt und gut geteerte Straßen. Das Meerwasser ist zum ersten Mal auf unserer Reise glasklar! Eine Wohltat für die Augen.👍 Schöne Immobilien sind dagegen selten.

Eines der vielen Naturschwimmbäder der Insel für uns ganz alleine, „Pozo de las Calcosas“.
Na dann kommt doch, hier bin ich!😆
Ein besonders Badevergnügen.

In dieser Woche wollen wir eine Insel weiter nach „La Gomera“. Dabei ist es schwer eine passende Windpassage zu finden. Vorherrschender Nordostwind kommt genau von vorne. Ich kann sagen was ich will, der Wind hört nicht auf mich und will nicht drehen. Heute versuche ich es mit hochprozentigen Alkohol im Wasser. Das klappt meist.😉 Bis dann, Crew Elisa

Das angeblich kleinste Hotel der Welt steht hier!
Unser fast leerer Hafen in „Puerto de la Estaca“.

Canary Island No. II

Einen Monat waren wir auf „La Palma“. Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist. Dabei war kein Tag langweilig. So fiel der Abschied auch wieder schwer. Besonders schöne Stunden hatten wir in „Tazacorte“ mit Dörte und Felix von der SY „Festina Lente“.

La Palma, so schöne Landschaft!
Hinter jedem Baum ein neues Motiv.🎞

Dennoch irgendwann geht es weiter. Es werden für uns tolle Erinnerungen im Kielwasser bleiben! So lösten wir am 10. November, früh am Morgen unsere Leinen in Richtung „El Hierro“, die südwestlichste Insel der Kanaren. Ein Tagestörn- endlich wieder segeln!

Segeln zwischen 4 Kanarischen Inseln.

Nordostwind war vom Wetterbericht angesagt. Diesmal nicht zu wenig, in Böen bis 6 Beaufort. Kaum aus dem Windschatten von La Palma heraus ging es dann auch schon los. Wir konnten richtig sehen wie sich die See vor uns schlagartig auftürmte.

Erste Brecher die wir abreiten.

„Elisa“ kämpfte mit den Wellen und machte einen guten Job. Wir bekamen ordentlich Speed. Ich dachte gerade, dass unser Unterwasserschiff heute eine Vollreinigung bekommt und mit jeder stampfenden Schiffsbewegung von den Algen befreit wird, da riss das Fockfall. Unser Vorsegel kam Meter um Meter von oben Richtung Deck! Das sind knapp 40 Quadratmeter, so gross wie ein durchschnittliches Wohnzimmer. Sie darf jetzt vom Wind nur nicht ins Wasser gefegt werden! Von da bekäme man das Segel bei dem Seegang nur sehr schwer wieder an Bord. Es blieb nicht viel Zeit auf das Vorschiff zu kriechen um mit vollem Körpereinsatz das Tuch kontrolliert an Deck zu zerren. „Rodeo“ ist nichts dagegen! Überkommendes Seewasser ergießt sich in Mengen über Boot und Besatzung. Salz in den Augen. Nur weil Bernadette das Schiff während dieser Aktion genau gegen den Wind steuert, gelingt die Operation. Geschafft! Das nennt man Segelsport.😆

Außergewöhnlich steile Wellen heute! Im Hintergrund La Palma noch zu erkennen.
Bewegte See zwischen den Kanarischen Inseln.

Gut verzurrt lag unsere Fock nun an Deck und wir nahmen wieder Kurs auf El Hierro. Nur mit Großsegel waren wir auch schnell genug und konnten vor Sonnenuntergang im Hafen von „Puerto de la Estaca“ festmachen. Ein spannender Segeltag.😅

Sichtkontakt mit „El Hierro“ Der Wind ließ am Nachmittag nach.

Das Problem mit dem Fockfall haben wir bereits gelöst. Alles ist repariert. Als nächstes erkunden wir die Insel und werden wieder berichten. Wer möchte kann sich unser Video von vor drei Jahren nochmals ansehen. Da war es auch schon so schön hier.

„El Hierro“ Video aus 2019

Alles Gute wünscht die Crew Elisa⛵️

Beste Akustik im Wellenbrecher von Tazacorte!

Grünes auf schwarz und weißes Blauwasser!

Unser Aufenthalt auf La Palma ist sommerlich und kurzweilig. Diese kanarische Insel hat für uns die perfekte Größe und ist nicht überlaufen. Der „Roque de los Muchachos“ ist mit seinen 2423 Metern der höchste Berg der Insel und bietet eine beeindruckende Kulisse.

Tolle Landschaft auf La Palma!
Neuer Vulkanberg „Tajogaite“ im Hintergund.

Viel Schaden hat der neue Vulkan im letzten Jahr auf der Insel angerichtet. Häuser und Strassen hat die Lava unter sich begraben. Noch immer qualmt es aus dem Krater.

Neue Lavagebiete vom Vulkanberg „Tajogaite“ die zum Teil noch heiß sind.

Gestern sind wir im Flusslauf (Barranco Salto del Agua) Richtung „Erdmittelpunkt“ aufgebrochen und haben erstaunliche Landschaft entdeckt.🥹

Orte zum Staunen!
Abenteuerliche Schluchten!
Der Eingang zur Hölle?
Bunter Wasserfall. (Cascada de Los Colores)

Am Ende des Weges der bunte Wasserfall. Dieser hat seine Farben durch das unterschiedliche Gestein wo das Wasser überfließt. Auf dem Bild links das rötliche- und rechts das ockerfarbene Gestein. Im nachfolgenden Bachlauf wird dann alles zusammen gemischt. Wahnsinn, oder?

Hier liegen dicke Steine herum!
Auf den Spuren der Ureinwohner unterwegs!

Im Hintergrund von Menschen gemachte Fächer und Zeichen im Stein. Wer weis, wer hier schon gelebt hat. (Cuevas de Buracas)

Mit dem Auto sind wir zum alten Handelshafen, „Puerto de Sto. Domingo“ gefahren. Hier sollen ganz früher Handelsschiffe vor Anker gelegen haben und mit kleinen Booten Be- und Entladen worden sein. Das war sicher beschwerlich/gefährlich!

Fünf Meter Brandungswelle im Hafen!
🚫Heute keine Be- und Entladung!😜
Weißes Blauwasser!

Elisa liegt gut im Hafen von Tazacorte. Hier bleiben wir noch etwas. Als nächste Insel ist „El Hiero“ geplant. Bis dann, Grüße von der Sonneninsel.

La Palma im Modell mit dem großen Krater in der Mitte.

Makronesien erreicht!

Mit einem Törn von „Madeira“ nach „La Palma“ haben wir eine weitere makronesische Insel angesteuert. Zu diesen, in Übersetzung, „glücklichen Inseln“, gehören die Azoren, Madeira, die Kanaren und die Kapverden. Es sind alles Inseln vulkanischen Ursprungs.

Funchal mit großen Bergen im Hintergrund.

Gleich ab Funchal, der Hauptstadt von Madeira, saßen wir mit „Elisa“ im Windschatten der 1862 Meter hohen Insel fest. Erst nach einem halben Tag Schleichfahrt hatten wir uns von den Vulkanbergen freigesegelt und machten Fahrt Richtung Kanaren. Die erste Nacht lief gut! Ein 250 Seemeilen Törn, (465km) unsere vorerst letzte Etappe, wo wir überwintern wollen.

Der Vollmond begleitet uns!

Im Fazit war es aber wieder kein schönes Segeln. Am Morgen des zweiten Tages gab es wechselnde Winde aus allen Himmelsrichtungen und gefühlt auch von oben und unten im Minutentakt. Dazu eine Welle vom anderen Stern😜 Ein Geschaukel und kaum Fahrt! Wir haben lange gewartet bis wir dann doch den Motor zeitweise zur Hilfe nahmen. Dabei war uns ein 3-4 Bft. aus NNE vorhergesagt. Nun sind wir auf „La Palma“ im Hafen von Tazacorte. Hier ist es schön!

Der Hafen von Tazacorte, La Palma.

Gleich nebenan war noch Ende 2021 der große Vulkanausbruch. Wir werden Gelegenheit haben diese Naturkatastrophe zu erkunden.

Mit Blick auf’s Meer!

Nun freuen wir uns über das sommerliche Wetter und bleiben erst einmal eine Weile hier, bevor es zur nächsten Insel geht. Na dann prost.🍹🍹

„Insel wechsle dich“.

Zwei Wochen auf Porto Santo waren eine schöne Zeit. Die kleine Insel, östlich von Madeira, hat kein Gramm Fett zu fiel. Es gibt hier alles was man braucht aber auch nicht mehr! In jedem Fall viel Landschaft und verhältnismäßig wenig Tourismus. Wie schon bei unserer ersten Reise vor 3 Jahren, wird im Hafen eine Segelgemeinschaft gelebt. Jeder kennt jeden. Alle sind gut gelaunt. Nette Freundschaften entstehen. Ein Markenzeichen für Porto Santo!

Der Hafen von oben!
Wandern auf Porto-Santo!
Bizarres aus Sandstein!
Viel Natur und einsame Buchten.
Seefahrer Statur😜

Dennoch wollen wir keine Wurzeln schlagen und sind weiter nach Madeira. Mit einem 45 Seemeilen Traumtörn, bei warmen Wind, wechseln wir die Insel und haben nun das Kontrastprogramm mit viel Rummel in Funchal. Nur durch Glück bekamen wir heute Morgen den letzten Platz im Hafen. Hier werden wir ein paar Tage bleiben bevor wir zu den Kanaren segeln.

Funchal/Madeira von unserem Ankerplatz.

Wie es weiter geht werden wir berichten. In alle Welt senden wir die besten Wünsche. Bis bald, Crew Elisa

Archäologische Enddeckungen!

Mit dem „Großen Wagen“ nach Porto-Santo!

An Steuerbord begleitete uns Nachts das bekannte Sternbild des „Großen Wagen“. Die symbolisch gedachte Karre hängt in diesen Breiten so tief am Himmel, dass man glaubt, sie fährt auf dem Atlantik. Da sie uns bildlich entgegen kam, haben wir sie mit Frieden beladen und an die richtige Adresse gen Nordost geschickt! Wie schön ein friedliches Leben ist, durften wir auf dieser 3 1/2 tägigen Reise nach Porto Santo erleben. Mit 4500 Meter Wasser unter unserem Kiel segelte Elisa diese Etappe mal geduldig, mal temperamentvoll.

Reiseroute Algarve – Porto-Santo/Madeira.

Tag- und Nachtzeit sind ungefähr gleich lang. So wird es früh dunkel und wir versuchen abwechselnd zu schlafen. Einen wirklichen Wachplan haben wir nicht, hatten wir auch noch nie. Das klappt ganz gut. Richtig schlafen kann man ohnehin nicht. Die Bedingungen änderten sich auch auf dieser Reise ständig, sodass es oft Handlungsbedarf gab. So zum Beispiel bei Annäherung dieser Squalls/Sturmböen!

Squalls – Regen mit Windböen!

Wenn solche Fronten kommen weis man nie was kommt. So mußten wir den zweiten Tag durch dieses Wetter segeln. Im Dunkeln können wir den Regen auf dem Radar sehen und beobachten wohin er zieht. Das ist schon spannend. Für uns war es bei diesem Törn ein Turbo für „guten“ Wind und schnelles Segeln. Das hätte dicker kommen können. Glück gehabt, nur nass geworden!

Regen mit Windpotenzial.

Wir sind weit ab von der Welt. Einen ganzen Tag lang hatten wir keinen Sichtkontakt mit anderen Schiffen. Unser Radarbildschirm zeigte kein Echo. Die großen Seewege gehen hier wohl nicht lang. Auch Fischtrawler waren nicht in Sicht. Diese Einsamkeit muss man erleben! Kein Netz! Nichts außer uns Drei. Elisa rückt dann besonders in die Mitte. Sie ist unser kleiner Mikrokosmos.

Naturschauspiel!

Kalt war es nicht. Bei einer Wassertemperatur von 25 Grad fahren wir auf unserer eigenen Heizung. So konnte es die Wache im Cockpit gut aushalten. Wenn kein Schiff in Sicht ist, kann man dort auch ruhen. Mit Musik von „Jan Gabarek“ auf den Ohren spürt man das Blut in den Adern. Wir leben!

„Porto-Santo“ die kleine Nachbarinsel von Madeira.

Porto Santo kennen wir schon vom ersten Törn. Es gibt in diesem Blog auch schon Beiträge und ein Video aus 2019. (z.B. Wer schön sein will muss lächeln! Weit am Anfang!)

„Santa-Maria“

Übrigens hat Kolumbus auf Porto-Santo gelebt, geheiratet und Geschäfte gemacht. Heute laufen wir los und besuchen ihn😜.

Ankerbier im Hafen von Porto-Santo.

Ein besonderer Gruss geht an unseren Verein WSV-Hooksiel. Dort ist am Wochenende Absegeln mit Kuchen, Grill und Bier. Viel Spass! Wir halten hier die Flagge hoch😎⛵️😎.

Großer Flaggenwechsel, alt gegen neu!

Algarve achteraus!

Meine Augen waren noch nicht ganz auf, als ich einen Start Richtung Porto-Santo/Madeira für heute in Erwägung zog. Es ist ein Törn von rund 4 Tagen auf dem Atlantik.

Felsenküste bei Lagos.

Jeden Morgen schaue ich mir, meist noch in der Koje liegend, alle verfügbaren Wetterdaten an. Das ist sehr umfangreich, da Windstärke plus Windböen und die Windrichtung, Wellenhöhe, Wellenabstand, Strömung, Regen, Gewitter, Mondschein, Temperatur in der Nacht, Tendenzen usw. für einen Törn ausgewertet werden müssen. Hier in Portugal kommt noch dazu, Meldungen von Orcaangriffen in unserem Gebiet ausfindig zu machen. Alle Parameter verheißen für die nächsten 4-5 Tage „grünliches“ Licht für eine Überfahrt nach Madeira. Hoffentlich, da die Daten alle nur Wahrscheinlichkeiten aufzeigen!

Per Kanu durch die Steine.

Start, heute 11:30 Uhr ab Lagos, Kurs 239 Grad. Die Reise beginnt. Elisa ist klar für große Fahrt. Drückt uns die Daumen für „fair Winds“. Das hat beim letztem Mal auch geholfen! Sobald wir angekommen sind, melden wir uns wieder. Bis dahin alles Gute.

Nasse Momente/Sonne und Meer.

Lisboa an Backbord liegen gelassen!

Heute sind wir an der Weltstadt Lissabon vorbei gesegelt. Wir hatten keine Lust auf die vielen Menschen, die sich mit uns durch die Sehenswürdigkeiten drängeln. Vor allem dann nicht, wenn sich noch Kreuzfahrtschiffe in der Stadt befinden. Außerdem waren wir bei unserem ersten Törn 2019 schon dort. Also weiter Richtung Süd mit dem Ziel „Sines“, eine kleine Stadt die wir mögen. Dort wollen wir ein paar Tage bleiben.

„Cabo Carvoeiro“ bei Peniche, eines der vielen Kaps, die wir hier in Portugal runden.

Die Windverhältnisse hier auf dem Atlantik sind sehr wechselhaft. Kaum zu glauben, dass so ein großes Meer nicht einen Tag beständigen Wind hat. Seit Wochen eiern wir hier mit sehr wenig- und drehenden Winden herum. Das erfordert viel Geduld wenn man nicht Motoren will.😎 Weil wir das nicht wollen, schauen wir auf all die „Segelboote?“ die uns per Motor überholen und später im Hafen die besten Plätze belegen. Was ist besser?🥹

Das gelbe Segel oben rechts hat 110 Quadratmeter!
„Sesimbra“ unser heutiger Ankerplatz, südlich Lissabon.

Große Sorgen bereiten uns weiterhin die Orcas, die mittlerweile von Irland bis Gibraltar ihr Unwesen treiben. Sie greifen vornehmlich Segelboote an, beißen die Ruderblätter ab und verursachen zum Teil schwere Schäden. Wenngleich sie sich zur Zeit nördlich von uns aufhalten ist es ein ungutes Gefühl an dieser Küste zu segeln. Auch die Ausbreitung der aggressiven Tiergruppen könnte weltweit zu einem echten Problem für kleinere Boote werden. Ich habe in diesem Blog schon berichtet.

Leuchtturm bei Nebel vor „Aveiro“
Portugiesische Küste, wunderschön!
Abendstimmung vor Anker!
Gemütliches Atlantiksegeln.

Morgen soll Wind kommen. Dann geht es diesmal mit „Rauschefahrt“ zum nächsten Ziel. Einen kleinen Vorgeschmack hatten wir heute schon mit 5-6 Windstärken. Nach soviel Schwachwind müssen wir uns erst wieder umgewöhnen🤨. Schluss mit gemütlich! Danke, dass ihr unsere Reise begleitet! ⛵️

Unsere Traumbucht in Galizien.

Die Segel hoch…

der nächste Törn beginnt. So heute Morgen Richtung „Aveiro“, einer Bucht in Portugal nördlich Lissabon, wo wir für eine Nacht ankern wollen. Ein Törn von gut 40 Seemeilen weiter Richtung Süd. Der Atlantik empfängt uns mit 15 Knoten Wind (4,5bft) aus Nordwest. Also von schräg hinten. Nur mit Großsegel beschleunigt „Elisa“ gleich auf 7 Knoten Speed. Die Sonne scheint, wir rechnen uns aus in rund 6 Stunden den Anker fallen zu lassen. Schnell noch die Fock in Luv ausbaumen um noch etwas schneller zu werden. Die 2 Meter Dünung fällt nicht auf, da wir genug Fahrt machen und über die Wellen gleiten. Alle Segel sind gesetzt, der Autopilot steuert. Herrlich! Wir denken über einen leckeren Obstsalat nach, den Bernadette während der Fahrt immer macht. Ein „Spezial“ mit Joghurt. Lecker! Dann wieder das gleiche Spiel: Der Wind ist weg! Nur 40 Minuten vom traumhaften Segeln bis zum Stillstand. Das Geschaukel beginnt. Es nervt!! Wieder kein schöner Segeltag.

Segeln zum Abgewöhnen!

Ohne Obstsalat halten wir das Geschaukel zwei Stunden durch, drehen dann ab und biegen in den „Rio Douro“ nach „Porto“ ein. Hier waren wir schon zweimal. Porto ist sehenswert aber auch voller Touristen. Dennoch eine gute Wahl bei diesen Bedingungen. Am Abend machen wir die Heizung im Schiff an, so kalt. Dicker Nebel umhüllt unser Boot bevor wir in die Koje gehen.

Porto bei bedecktem Himmel!

Heute war die Stadt so voll, dass wir über die Köpfe hätten gehen können. Also schnell mit unseren Fahrrädern wieder zurück zum Hafen. Wir sind ein gutes Team und machen es uns auch an solchen Tagen so schön wie möglich.

Porto, hier wird der Portwein hergestellt.

Im letzten Moment heute noch einmal kurz Sonne. Morgen soll es weiter gehen. Wir wünschen uns diesmal einen schönen Segeltörn auf dem Atlantik. Drückt die Daumen! Crew Elisa⛵️

Sonnenuntergang in unserem Hafen.

…wenn die „Orcas“ kommen,

nehmt die Segel runter, schaltet den Motor- und alle elektrischen Instrumente aus! Macht euch manövrierunfähig, verhaltet euch ruhig und wartet was die Tiere mit eurem Boot anrichten. So die Empfehlung der Naturschützer und Fachleute für Meeresforschung für uns Segler.

Dazu muss man wissen, dass seit über zwei Jahren Orcas, auch Schwertwale genannt, rund um die Iberische Halbinsel bis Gibraltar Schiffe angreifen und beschädigen. Warum kann keiner genau sagen. Es ist das Gebiet, in dem wir uns befinden. Ich selbst finde es unverständlich, dass von den Fachleuten keine effektive- und wirksame Abwehrmaßnahme für uns empfohlen wird, um Schaden an Boot und Crew zu verhindern! Auch, dass die Gruppe/n der Tiere von offizieller Seite nicht klar geortet- und entsprechende Warnungen heraus gegeben werden. Das wäre mit heutiger Technik leicht möglich.

Übersetzt heißt das: Wenn der Bär kommt verhaltet euch ruhig und wartet ab ob er euch fressen will. Nun gut, wir haben zum Glück noch keine Orcas in dieser Gegend gesehen. Auch gibt es keine Hinweise. Angeblich sind sie im Moment in der nördlichen Biscaya. Da kommen wir gerade her. Umfahren können wir das Problem somit nicht! So geht es zur Zeit vielen Seglern.

Nebel an Cabo Finisterra.

Nachdem wir den Starkwind in „A Coruna“ abgewartet haben sind wir weiter Richtung Süd. Wieder gibt es keinen beständigen Wind. Ein einziges Durcheinander bei dem man die Uhr stellen kann bis Wind und Welle neue Richtungen vorgeben. Dennoch versuchen wir so viel wie eben möglich mit Windkraft voran zu kommen.

Ankern vor „Fisterra“ Nebel im Hintergrund!

In der letzten Woche haben wir jede Nacht geankert. Mit unserem aufblasbaren Kanu paddeln wir dann an den Strand. Das ist sehr schön und gefällt uns. Touristen gibt es hier oben in Galizien wenige. Deutsche Boote sind selten.

Endlich mal ein Tag mit Sonne!

4 Tage in „A Coruna“ waren eine willkommene Abwechslung. Hier war richtig was los. Eine tolle Stadt mit kleinen Gassen und unzähligen Restaurants. Dabei jeden Abend von 22 – 24 Uhr Livemusik auf dem „Maria-Pita“ Platz mit ca. 1000 Fans.

Live jede Nacht mit voller Lautstärke.
So viele kleine Gassen.
Unser Hafen von A Coruna, aufgenommen aus dem Riesenrad.

Nachdem wir heute frisch gebunkert haben soll es morgen eine „Ria“ weitergehen. Es ist unsere Lieblingsria bei Vigo. Diese kennen wir schon von unserer ersten Tour. Nächste Woche planen wir den ersten Hafen in Portugal anzulaufen. Mal sehen. Bis dann, alles Gute von der Crew Elisa.

Meeresfrüchte am Anker oder Ankersalat?

Anker auf nach Spanien!

Kaum hatte ich den letzten Blogbeitrag abgeschickt und mich über zu wenig Wind beschwert, da kam Wind. Passender Wind Richtung Spanien! Ich wollte schon den Befehl zum „Anker auf nach Spanien“ geben, da meldet sich die Kombüse und teilt mir mit, dass wir nicht mehr genügend Proviant für die Überfahrt haben. Da wo wir waren gab es nichts zu kaufen. Mit 30 Seemeilen Umweg über einen Supermarkt ging es dann spät am selben Abend um 18:30 Uhr mit vollem Kühlschrank auf nach Spanien. 320 Seemeilen (ca.600km) lagen nun vor uns. Kaum aus dem Windschatten des „Supermarktes“ heraus ging es gleich in die erste, stürmische und tiefschwarze Nacht.

Der Anfang von „schwarz“ ohne Mond und Sterne.

Weil der Wind so kalt war hatten wir vom Unterhemd bis zur Segeljacke 5 Schichten Kleidung an. Darüber dann noch die Rettungsweste. Eine Automatikweste mit „Mann über Bord AIS-Funkboje intrigiert“ Dennoch, wer über Bord ginge wäre wahrscheinlich verloren. Ein schrecklicher Gedanke!

Biskaya, tagsübet auch kaum Sonne.

Nach einem Tag wurde aus starkem Wind wenig Wind. Jetzt haben wir all unsere Segel ausgepackt um irgendwie weiter segeln zu können. Über Stunden standen wir fast auf der Stelle. Das nervt dann besonders, weil die restliche Dünung das Schiff hin und her schaukelt. Letztlich haben wir den Motor für ein paar Stunden gestartet, da wir auch Strom für die Batterien- und warmes Wasser zum Duschen haben wollten.

Langusten mit Baguette auf hoher See.

Ohne Wind gibt es die Gelegenheit für ein gemütliches Abendessen auf hoher See, weit ab von jedem Land. Auch schön! Ungefähr auf dieser Position hatten wir vor 2 Jahren die Begegnung mit zwei Finnwalen.

Der Wind kommt zurück. Die Segel werden neu eingestellt. Erst fahren wir noch langsam ca. 4 Knoten, dann immer schneller. Elisa rast gen Süd als wolle sie zeigen was sie drauf hat. Es geht in die 3. Nacht. Wir rechnen aus, dass wir die erste spanische Ria (Bucht) noch so gerade bei Restlicht erreichen können. Fast hätten wir es geschafft! Letztlich sind wir dann doch bei Dunkelheit an einem, für uns, unbekannten Ankerplatz angekommen. Bei Nieselregen! Zum Glück hält der Anker sofort. Tolles Teil!

Keine spanische Sonne zu sehen. Kein schöner Empfang!

Normalerweise wäre die Nacht vor Anker für uns unruhig gewesen, es schaukelte ordentlich und die Ankerkette rasselte vorne am Bug. In dieser Nacht haben wir das nicht bemerkt und sind ruckzuck im Tiefschlaf versunken. Herrlich, wieder eine Etappe geschaft!

Delphine, Spass für Alle!

Es gibt viele Delphine! Sie lieben Elisa und begleiten uns oft. Selbst wenn wir noch so schnell segeln, kommen sie mühelos mit. Dann haben sie erst richtig Spass! Wir auch.🐬

Achterlich mit ausgebaumter Fock und Staysail.

Heute haben wir nochmals ein Seestück Richtung A Coruna geschafft. Es soll in den nächsten Tagen Sturm geben. Den können wir in der Großstadt gut aussitzen. Jetzt erst einmal noch einen Gruss aus einer Ankerbucht mit Festung als Kulisse. Alles gute in die Welt! Crew Elisa aus Spanien.

Vor Anker des „Praia de Detràs do Castello„.

Warten auf den Wind!

Wer unsere Standorte verfolgt, wird feststellen, dass wir zur Zeit nur wenige Meilen machen. Es ist schlicht kein Wind in der Biscaya. So liegen wir im Moment vor Anker und warten. Sozusagen auf Reede.⚓️ Das gefällt uns bei diesem Wetter gut. Die Inselgruppe „Ile de Penfret“, unterhalb von „Concaneau“ ist fast karibisch! Eine Perle, die wir vom Ankerplatz mit unserem Kanu anpaddeln. Dort ist viel schöner Sandstrand und Wege zum Wandern.

Ankerfeld „Ile de Penfret“.
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Süd-oder Nordroute?

Das ließt sich zunächst spannend. Gemeint ist- über Frankreich oder England aus dem Channel Richtung Süd? Wir haben uns für England entschieden und sind von Calais direkt nach Eastbourne gesegelt. Dabei ging es durch das vielbefahrene Verkehrstrennungsgebiet im englischen Kanal. Guter Wind und gutes Timing haben uns die 61 Seemeilen schnell segeln lassen.

Palmen und blauer Himmel über Südengland!
Weiterlesen „Süd-oder Nordroute?“

„Elisa“ Richtung Süd 2.0!

Leise haben wir uns von unserem Heimathafen, WSV-Hooksiel am 19. Juni 2022 verabschiedet. So sind wir klanglos Sonntag Abend um 18 Uhr durch die Schleuse in den Vorhafen- um dann mit dem ersten Sonnenlicht am Montag Richtung West zu segeln. Norderney wäre eine gute, erste Etappe. Danach geht es immer ein Stück weiter Süd.

Los geht’s, (Danke für das Foto Martin)
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…unser kleines Geheimnis!

Der Sommer 2021 ist vorbei, die Winterzeit nicht mehr weit. Unsere diesjährige Segelreise mit „Elisa“ ist leider zu Ende. 73 Tage waren wir an Bord. Seitdem wir im Ruhestand sind, eher eine kurze Reisedauer und dennoch wieder sehr schön. Nicht zuletzt weil die Ostsee ein so tolles Segelrevier ist! Wäre doch hier nicht ein so langer Winter.🤨

Zeit für mich und meine Gitarre.
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„In See stechen“,

bekommt für uns eine neue Bedeutung. Man könnte auch sagen: In der See herum stochern.😜 Seitdem wir im englischen Kanal sind, kommt ein Tief nach dem anderen über uns hinweg. Kein Törn mehr ohne kabbelige Welle, starkem Wind und Regenschauer. So haben wir uns gestern bis Den Helder durch „gestochert“. ⛵️

Schlechtwetter wie gemalt! Dieser Segler kam uns auf der Fahrt nach Den Helder entgegen.
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Geheimtip Galizien!

Unsere Reise Richtung Nord geht voran. Wir kreuzen uns langsam Richtung Pole-Position zum Absprung über die Biscaya. Bei schönem Wetter ist das mit Elisa im Moment sportlich zu segeln. In Porto/PT haben wir 3 Tage verbracht. Eine besondere Stadt, die nicht nur Cherry und Portwein als Highlite zu bieten hat. Von da ging es weiter über die Seegrenze nach Spanien. Gleich die erste „Ria“ (Bucht) bei Vigo ist so schön, dass wir unseren Anker 3 Tage im feinen Sandgrund stecken ließen. „Galizien“, unser Geheimtip! Hier ist mit dem Boot alles möglich. Große- und kleine Buchten zum Ankern, Strände, Städte, Lokale, worauf man gerade Lust hat. Und dann das super Wetter, welches sommerlich- aber nicht zu heiß ist.

Unsere Ankerbucht!
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Einmal Malaga bitte🍨

Am 15. Juni 2020 sind wir in die Strait of Gibraltar von West nach Ost eingelaufen. Die beeindruckende Kulisse zwischen Afrika und Europa begleitet uns auf dieser Reise. Beide Kontinente haben hier hohe Berge. Es ist passender Nordwestwind und wir gleiten, bei sonnigem Wetter, mühelos durch die Meerenge. Ein schöner Segeltag, den wir in Erinnerung behalten werden.

Links Marokko und rechts Spanien. (mißglückte Panorama Aufnahme)
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🍾 heute vor einem Jahr,

am 13. Juni 2019 sind wir von unserem Heimathafen, Hooksiel gestartet. Ein Jahr: „segelreisemitelisa“. Wir erinnern uns noch an die Verabschiedungen mit euch und an die gut gemeinten Wünsche! Heute, nach 366 Tagen können wir sagen, dass diese bis hier in Erfüllung gegangen sind. Es war ein sehr schönes Segeljahr. Ging es doch immer der Sonne hinterher!

Eine Segelsaison ohne Ende!
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Die Leinen los,

wir segeln fort…. Elisa ist heute, am 31.5.20 um 10 Uhr Ortszeit aus der Ankerbucht von Arrecife/Lanzarote gestartet. In den letzten zwei Tagen sind wir von unserem Quarantäneort, Gran Tarajal bis hier gegen den Wind, gen Nord gekreuzt. Nun wollen wir den Sprung nach Portugal machen. Passender Wind ist angesagt. So hoffen wir eine gute Wind- und Wetterlücke zu bekommen. Es ist immer sehr schwer den richtigen Startzeitpunkt für solch einen Törn zu treffen. Wetterberichte lesen ist dann wie ein Krimi für mich!🤨 Vier bis fünf Tage werden wir nun unterwegs sein. Vielleicht auch länger? Drückt uns die Daumen.✊

Skyline von Arrecife aus unserer Ankerbucht!
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…klar zum Ablegen!

Wasser und Diesel aufgefüllt, Lebensmittel gebunkert! Hafengebühr bezahlt. Die Guardia Civil war zwecks Abmeldung aus spanischen Gewässern bei uns an Bord. Nach 32 Tagen Gran Tarajal, Quarantäne sollten eigentlich heute, am 13.4.20 die Leinen Richtung Portugal gelöst werden! 5 Tage passender SW-Wind Richtung portugiesisches Festland sind laut Wetterbericht angesagt. Nun haben wir heute morgen unser Vorhaben kurzum abgebrochen!☹️

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…wer viel schreibt,

langweilt sich. (sagt man?) Früher waren mit diesem Spruch die bunten Ansichtskarten gemeint, die aus dem Urlaub geschickt wurden, heute könnte der moderne Blog an diese Stelle gerückt sein.

Langweilig darf es natürlich für keinen von uns sein und so werden wir nur besondere Ereignisse ausführlicher berichten. Heute daher die interessantesten Bilder der letzten Tage ohne viel Text. Viel Spass damit.

Geballte Kraft der Natur!
Weiterlesen „…wer viel schreibt,“

Teneriffa geht noch-

Kanarische Inselgruppe mit 8 Archipele.

in diesem Jahr! So sind wir am Donnerstag in der dritten Adventwoche nochmals eine Insel weiter und von La Gomera nach Teneriffa. Es ist nun unsere vierte, der insgesamt acht kanarischen Inseln, die wir angesegelt haben. Kein großer Törn! Lediglich die auffällig hohen Wellen haben uns mal wieder ins Grübeln gebracht. Wenig Wind und dann so hohe Wellen?

Weiterlesen „Teneriffa geht noch-„

Zwischen vier Kanarischen Inseln

mit Wellen aus 4 Richtungen sind wir am 18. November auf El Hierro im Hafen von De La Estaca angekommen. Bei bis zu 25 Knoten Wind (5-6 Bft.) hatten wir das Gefühl in einen Whirlpool zu segeln. Ein riesen Geschaukel, welches wohl nur Elisa Spass gemacht hat. Wir vermuten, dass jede der vier Inseln ein eigenes Wellenecho erzeugt. Gut hörbar als „Tusch“ unter unserem Rumpf.

Weiterlesen „Zwischen vier Kanarischen Inseln“

Geschafft, Kanarische Insel erreicht!

Gestern morgen sind wir in Puerto de Tazacorte, La Palma angekommen. Rund 260 Seemeilen (480km) Kurs 196 Grad, nochmals Süd. Gleich hinter der Hafenausfahrt von Funchal legte sich „Elisa“ leicht auf die Seite und zog einen geraden Strich in den Atlantik. Mit rund 6 Knoten Fahrt (ca.11Std/km) ging es in die erste sternenklare Nacht.

Noch ist Funchal / Madeira zu sehen.

Weiterlesen „Geschafft, Kanarische Insel erreicht!“

…Tag 129, Abreise Richtung Süd!

Nach langem Hin- und Her haben wir nun unsere Abreise zu den Kanaren für heute Nachmittag beschlossen. Somit verlassen wir Portugal und verlagern unseren Aufenthalt weiter nach Süd! Der Sonne hinterher🌝 Zwei volle Seetage mit dem Ziel La Palma als erste Insel ganz im Westen. Nochmals die Weite des Atlantik hautnah, Nachtwachen, müde -und hoffentlich guten Wind und Welle.

Funchal bei Nacht von unserem Cockpit.
Weiterlesen „…Tag 129, Abreise Richtung Süd!“

…wer schön sein will

muss lächeln! Diese Erkenntnis wurde mir vor ein paar Tagen zugespielt und ist sicher wahr. Hier auf Porto Santo sind alle schön! Kein Wunder, denn hier gehen die Uhren langsam und die Stimmung ist gut. Für uns ist es eine Probezeit bei dem sich unser Segeltörn zum ersten Mal verlangsamt. So sind wir jetzt schon über zwei Wochen im selben Hafen. Am Anfang haben wir auf der Insel täglich volles Programm mit großen Radtouren und Besichtigungen gemacht, nun passen wir uns dem Tempo an und lassen es ruhig angehen. (Die Berge stehen schließlich morgen auch noch da.)

der Hafen von Porto Santo
Weiterlesen „…wer schön sein will“

„Porto Santo“ Bug voraus!

…nach 456 Seemeilen und dreieinhalb Tagen auf dem Atlantik haben wir am Tag „100“ unserer Reise den Hafen von Porto Santo / Madeira erreicht.

Erste Eindrücke von unserem Ziel Madeira!

Glasklares Wasser ideal zum Tauchen.

Die Überfahrt war ohne Probleme. Glitzernder Sternenhimmel, Vollmond ab 23 Uhr, eine Gruppe von Orca-Walen, Delphine und die kleine Meeresschildkröte haben uns fasziniert. Der Wind, nicht über 4 Beaufort, kam recht spitz von vorn, bis er dann ganz einschlief und unser Motor zum Einsatz kam. Lange hatte ich ein Zeitfenster zur Überfahrt ausgesucht. Etwas mehr Wind wäre noch schöner gewesen. Aber besser so, als zu viel Wind!

Was hier aussieht wie Dünen, ist der Rest vom Sonnenuntergang. Eine „Fata Morgana“

Zeit für einen Sonnenschuss, Schiffsmittag!

Mit Hilfe der Sonne die Schiffsposition zu errechnen soll angeblich ganz einfach sein? 🤣🤣

Die Algarve um Lagos/Portugal können wir nur empfehlen.

Eine wahnsinns Kulisse hier! Die Felsen haben Torbögen, Grotten und Höhlen, die wir mit dem Beiboot unserer Segelfreunde SY- Breeze erkunden konnten.

Das sind so viele Fotos geworden.🎞🎞

Fortsetzung folgt! Gruss nach Hause von der Crew Elisa⛵️

Kurs 239 Grad…

Die Leinen sind los und ein langer Törn beginnt. Somit verlassen wir nun die Algarve mit so vielen schönen Eindrücken! Darüber werden wir später noch berichten.

Leinen los von Lagos Richtung Madeira.

4-5 Tage werden wir auf See sein. Somit ist vorerst einmal Funkstille😜

Grüße in die Heimat. Euch eine schöne Zeit, Crew Elisa.

…zwischen den Kontinenten!

Mit der Umrundung des Cabo de Säo Vincente, dem südwestlichstem Punkt Europas, sind wir zwischen zwei Kontinenten unterwegs. Hier spürt man schon den warmen Wind von Afrika.

Leuchtturm Cabo de Säo Vincente.

Ab hier beginnt die Algarve. Nach einer unruhigen Nacht vor Anker in Baleeira sind wir nun im teuren Hafen von Lagos. Diesen haben wir gestern per Kreuzschläge bei warmen Wind erreicht. Zum ersten Mal kamen wir an den Felsen vorbei, die als Postkartenmotive dienen.

Hier ist noch Hochsaison.

Gestern haben wir uns von unseren Segelfreunden Sigrid und Gerd verabschiedet. Die Beiden hatten den gleichen Weg ab La Coruna und wollen nun ins Mittelmeer. Wir haben uns spontan angefreundet und immer mal wieder verabredet. So ist man auch weit von zuhause nicht alleine.

Auf der Strecke lag Lissabon, wo wir uns 3 Tage aufgehalten haben. Eine Grossstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten wo unsere Füße oftmals gerade noch einen Platz am Boden fanden. So voll! Besonders gut gefallen hat uns dann die kleine Stadt Sines ca. 60 Seemeilen weiter südlich. Hier ist ein gepflegter Hafen mit einem süßen Stadtkern und kleinen Restaurants. Besonders wichtig ist auch immer eine Einkaufsmöglichkeit. Da freut man sich schon mal auf einen Lidl😊 Die Taschen und Rucksäcke so voll, dass man sie kaum mehr tragen kann.

Kunstwerk: Hände hoch!

Straßenbahn in Lissabon

Lagos soll unser letzter Punkt am Festland sein. Ab hier warten wir auf ein passendes Wetterfenster zur Überfahrt nach Madeira. 450 Seemeilen (ca. 830km) Für uns die längste Strecke, die wir bis dahin gesegelt hätten. Wir sind sehr gespannt wie das wird! Vor dem Ablegen melden wir uns nochmal. Nun freuen wir uns auf eine schöne Zeit hier in Lagos.

Einen lieben Gruss nach Hause. Bitte schreibt doch mal was in diesen Blog. Ansonsten sind wir ja auch auf den direkten Kanälen und per Telefon in Kontakt.

…unser Törn bis jetzt.

…Tag 82 – Lissabon!

Es ist nun September 2019 und wir sind schon 82 Tage unterwegs. Kaum zu glauben wie die Zeit vergeht. Gestern sind wir in die Weltstadt Lissabon eingelaufen. Das sind erhabene Momente auf eigenem Kiel! Bei warmen Wind und Strom von hinten segelte unsere Kleine mit Vollgas von Cascais, einem noblen Vorort von Lisboa, in einen der vielen Stadthäfen direkt hinter der großen Autobahnbrücke.

Die Einflugschneise der Jumbojets geht direkt über diese Brücke und dann über unseren Mast.

…so viele Flieger, so laut!

…von Seeseite beeindruckende Gebäude!

Einerseits sind so große Städte dicke Einträge in unser Logbuch, andererseits kommen wir hier mit dem hektischen Leben wieder in Verbindung. Beides ist schön- aber schöner ist das dahingleiten mit dem Wind. Dennoch Augen auf und durch🙄 Hier gibt es so viel zu sehen.

Unser Kurs führte ab Spanien an der portugiesischen Küste entlang. Ca. alle 30 Seemeilen gibt es einen Hafen oder eine Ankerbucht. Die spanischen „Rias“ (Fjorde) haben uns jedoch besser gefallen. Hier in Portugal sind die Rias viel kleiner und schwieriger anzulaufen. Der Atlantik hat immer langgezogenen Schwell um die 2 Meter auch bei wenig Wind. Die Bucht von „Nazare“ hat bei Sturm die höchsten Wellen weltweit. Ein Surfer hatte mal eine 30 Meter Welle auf der er surfte. (Internet) Selbst kurz vor der Hafeneinfahrt sind noch 120 Meter Wassertiefe die dann schlagartig auf 8 Meter ansteigen. Zum Glück war bei uns nur wenig Wind und wir konnten den Hafen problemlos anlaufen.

Die Steilküste von Nazare.

Der Strand von Nazare. Da hinten liegt Eilsa.

Da unterwegs so viele Kirchen sind, sind wir von oben gut versorgt. Es ist weiterhin einen superschöne Reise, worüber man so viel mehr schreiben könnte.

Für uns kommt nun die große Entscheidung wie unsere Reise weiter geht. Lissabon ist ein geeigneter Absprunghafen nach Madeira. Viele Segler warten hier in den Ankerbuchen auf ihre Abfahrt. Oder segeln wir weiter gen Süd und gehen vielleicht über Afrika zu den Kanaren. Ihr werdet es erfahren. Euch alles Gute, Crew Elisa

Porto, eine sehr schöne Stadt! Hier wird der Portwein hergestellt.

…sie lieben Elisa-

und wir diese Momente!

Schöne Begegnungen, die wir genießen. Die Delphine schwimmen minutenlang in unserer Bugwelle und begleiten uns. Gruss aus Portugal, 100sm vor Lisboa, Crew Elisa

Atlantiksegeln vom Feinsten!

Dicker Nebel und Probleme mit der Grossschifffahrt in der Ria de Aveiro!

Nerven behalten- schade, dass ich den Funkspruch nicht aufgezeichnet habe🤨

…das Ende

des Kantabrischem-Gebirge versinkt hier in den Fluten des Atlantik. Nur wenige Seemeilen nach West sind unter unserem Kiel schon über 1000 Meter Wassertiefe. Die Küste, an der wir entlang segeln, ist unendlich schön und vielseitig! (Besonders von Seeseite.)

Seit Gijon begleitet uns dieses Gebirge in Galicien. Landeinwärts könnte man denken, wir sind in Norwegen, Österreich oder auch auf einem See. Oder doch Schweden? Weiße Strandabschnitte lockern die Küstenlinien auf. Unser Kurs ging von Gijon über La Coruna, einer Großstadt in der wir 7 Tage verbrachten, vorbei am Kap „Cabo-Finistere“, den westlichsten Punkt von Spanien. Wer dieses Kap umrundet ist nun endgültig auf dem offenen Atlantik angekommen. Zur Zeit ein Paradies, was bekanntlich so nah an der Hölle liegen kann.🤨

„Cabo-Finistere“

Immer hohe Dünung scheint hier normal. Zum Glück hat Spanien an diesem Küstenabschnitt lauter „Rias“. Große Buchten in denen man schon tagelang verweilen könnte. So schön hatten wir uns das nicht vorgestellt. Aber auch das Wetter ist zur Zeit gut zu uns. Jeden Tag segeln wir ein Stück weiter in die nächste Ria. Dort liegen wir in einem der zahlreichen Häfen- oder vor Anker. Aus der Pantry kommt dann leckeres Essen🥘🍳🍔! Das hat etwas ganz besonderes. Wir Drei für uns!

Solch ein Törn ist wie ein Puzzle. Jeden Morgen gleiche ich das Wetter, die Gezeiten, die Strömung, die Windrichtung und Stärke mit dem gewünschten Zielhafen in der Seekarte ab. Nur für den nächsten Schlag machen wir uns einen Plan. Für länger macht es keinen Sinn, da sich die Bedingungen so schnell ändern. Fahrtensegler kennen das! Auffällig ist, dass der Törn Richtung Süd leichter sein wird als zurück Richtung Nord. Der Wind kommt viel öfter aus nördlicher Richtung als umgekehrt! So werden wir auf unserer Rückreise mehr Gegenwind bekommen. Aber denken wir jetzt noch nicht daran.🤨

Blauer Himmel, schöne Landschaft, kleine Bergdörfer!

Wetterberichte kann man in Küstennähe gut per Internet empfangen. Für küstenferne Kurse, ohne Netzanschluss, habe ich auf die alte Kurzwelle gesetzt. Der Deutsche Wetter Dienst (DWD) sendet nach wie vor auf Kurzwellen Frequenzen. So teste ich immer wieder meinen Wetterempfänger „Fastnet 25“. Vielleicht eine Alternative zu teuren Iridium-Satelliten-Telefon, mit dem man auf See Wetterberichte bekommt.

Zum Test noch fliegend verdrahtet! Sogar mit Drucker👍

Ein Blick auf unseren Kartenplotter. Links unten ist unser Standort.

Das geöffnete Fenster Richtung Amerika.

La Coruna mit dem Fahrrad.

Schmächtiger Wachmann der von Bernadette gestützt werden muß🤭

Vielleicht schon morgen erreichen wir Vigo. Danach geht es dann an der portugiesischen Küste weiter. Dann berichten wir wieder.

Alles Gute in die Heimat, Crew Elisa

PS. Vielen Dank für die lieben Kommentare und Briefe per Mail.