Tschüss Norwegen!

Seit einigen Tagen suchen wir eine segelbare Passage über das Skagerrak. Das Seegebiet von Südnorwegen nach Dänemark ist nicht ganz ohne. Vor der Küste gibt es einen Graben mit knapp 500 Meter Wassertiefe, der dann auf Nordseeniveau von 30 Meter ansteigt. Hier bilden sich „Dangerous Waves“. Wir haben diese Wellen vor vielen Jahren mal kennen gelernt. Die Gebiete sind in den Seekarten fett markiert. Das war damals „Rodeo“ für Fortgeschrittene! Jetzt wollen wir vorsichtiger sein.

Da guckst du aber! Tschüss Norwegen👋
Tanker vor Anker!

Am 28. Juli klingelte dann der Wecker um 6 Uhr. Also Abfahrt von Mandal um genau 7:30 Uhr. Ich blicke mit Kapitänsblick wichtig umher und sage: „Das müßte heute passen“! Vorhergesagte Wellen und Düngung, bis 3 Meter habe ich verschwiegen. Nach 13 Stunden und 15 Minuten waren wir dann im Hafen von Thyborøn/ DK.

Delphine in der Nordsee die uns begleiten.

Ein langer Segeltag geht zu Ende. Noch mit Salz in den Augen blicken wir müde auf unsere Kojen. Was für ein Reise heute!

Tracklinie von Norwegen nach Dänemark.
Kreuz am Strand von Tyborøn zum Gedenken an 8645 gefallene Seeleute, im Jahr 1916

Unsere Reise Richtung Süd nimmt Fahrt auf. Über „Hvide Sande“, einem Seehafen vor der Westküste von Dänemark, ging es heute weiter in den Hafen von Esbjerg.

Diesen „Wolkenvogel“ mit Regen und Wind hatten wir achteraus im Nacken!

Die letzten zwei Etappen haben richtig Spass gemacht. Endlich freie See und schnelle Meilen. Das hat uns in Norwegen gefehlt. So schön die Landschaft auch dort ist, letztlich sind wir auf „Segeltörn“ und das Segeln kam mir zwischen den Hohen Bergen oft zu kurz.

Wer Lust auf Segelvideos hat kann unsere Videos in diesem Blog anschauen. Weißes Blauwasser, Delphine und Wale sind zu sehen.

Schnelles Segeln macht Spass!

Das Wetter war in diesem Sommer eher durchwachsen. Im Schnitt war nur jeder zweite Tag einigermaßen- und selten sommerlich. Schön daran ist das stimmungsvolle Licht für perfekte Bilder.

Sonnenuntergang in „Hvide Sande“.

Bezahlt haben wir in Norwegen ausschließlich mit unserer VISA Card. Selbst im Bus oder für eine Kugel Eis. Wir hatten die ganze Zeit kein Bargeld. Man kann sich daran gewöhnen! Nur teuer war es überall. Essen gehen oder mal ein Getränk schlägt extrem in die Bordkasse.

Mandal von oben.

Die Norweger/innen sind nette Menschen. Wir wurden überall freundlich empfangen. Es ist ein reiches Land. Überall am Wasser und in den Bergen stehen Ferienhäuser. Oft riesengross mit Sauna und eigenem Motorboot Anleger. Aber- kaum bewohnt. Wahnsinn was da herum steht.

Und wo ich gerade von Motorbooten schreibe, die können einem mächtig auf den Geist gehen. Ständig fährt son Ding mit Vollgas an uns vorbei, macht eine ordentliche Welle und ist schon von Weiten zu hören. Das nervt! Die großen und kleinen Boote werden hier benutzt wie bei uns die Autos. Man fährt zum Shoppen, zum Brötchen holen und spazieren. Das ist norwegischer Lifestyle.

Einen ganzen Fjord für uns alleine. Selten ist es so friedlich!

Heute sind wir in den Hafen von „Esbjerg“ eingelaufen. Hier werden wir den Südwest Wind abwarten und unser nächstes Ziel planen. Trotz des Wetters war es bis hier eine schöne Reise mit vielen Eindrücken im Seesack. Mal sehen, was noch kommt. Gruss an Alle, die unseren Blog lesen,

Crew Elisa

…hier noch weitere Bilder:

Leuchtturm Lindesnes.

PS. Zum Schluss noch zwei norwegische Wetterdienste, die sehr nützlich für uns Segler sein können.

http://www.barentswatch.no https://dnl.kartverket.no

Norwegen Richtung Südküste!

Regenbogen ohne Regen- oder Heiligenschein?😇

Mit jeder Meile, die wir südwärts segeln wird das Wetter sommerlicher. Also wollen wir diesmal nicht meckern. Die Südküste von Norwegen ist sehr schön, wenngleich die Berge und Fjorde kleiner werden. Und weil das so ist, macht die Karawane von Touris hier einen größeren Bogen. Das soll uns recht sein!

Vor Anker inmitten schönster Natur.
„Festen Boden“ unter den Füßen. Hier oben haben wir einen Ausblick auf die Bucht und unser Boot.

Vor Anker liegen wir gerne. Leider ist es nicht so einfach eine geeignete Bucht zu finden. Es müssen viele Bedingungen erfüllt sein damit wir Elisa alleine lassen- oder beruhigt schlafen können. Ich will die Gründe nicht alle aufzählen aber der Gedanke das der Anker nicht hält und man Nachts in „WindesEile“ sein Schiff retten müßte, sagt schon alles! Deswegen überprüfen wir jedesmal ob der Anker im Meeresgrund fest sitzt! Manchmal braucht es mehrere Anläufe.

Ein steiniger Seeweg. Wir müssen sehr aufpassen, dass wir keinen „DingDong“ treffen!
Die Gefahr lauert überall! Manche Felsen liegen knapp unter der Wasseroberfläche und sind nicht zu sehen!
4 Wohnungen mit Seeblick.

An der Westküste sind wir einen Tag ganz nah an den Felsbergen vorbei gesegelt. Obwohl sich die Steine ähneln, findet man immer wieder was Neues zum Staunen.

Kaum Wind, blauer Himmel, viele Eindrücke.
Inselwelt vor Farsund.

Mittlerweile sind wir im „Farsund“ angekommen. In der kleinen Stadt, mit gleichem Namen, ist jetzt im Juli richtig was los. Die Norweger haben Ferien und überall finden Veranstaltungen statt. Das ist nicht unbedingt das, was wir suchen aber wohl überall in der Welt das gleiche. Besonders am Wochenende!

Party im Hafen von Farsund.
Großes Turmspringen aus 20m Höhe.

Das Gewitter am Samstag hat die neue Wetterlage eingeblitzt. Starkwind ist im Anmarsch.

Farsund: schweres Gewitter im Anmarsch.

Im Hafen von Farsund sind wir jetzt schon 4 Tage. Wir wollen weiter. Aber Pustekuchen! Auf der Nordsee kachelt es in Böen mit bis zu 10 Beaufort. Dabei sind hohe, steile Wellen und kalter Nordwind vorhergesagt. Trotz Sonne fühlen wir uns nicht eingeladen. Also abwarten oder über Plan B nachdenken.

Sturm und Wellen auf unserem Kurs! Abwarten.

Plan A soll über Dänemark, Sylt, Helgoland nach Hooksiel gehen. Gut das wir noch Zeit haben. Wie es weiter geht werden wir nochmals berichten. Grüße an Alle die unseren Blog lesen, wo immer ihr gerade seid, Crew Elisa

Eine unserer Ankerbucht bei spiegelglattem Wasser.

„Bergen“ in Norwegen!

Um es vorweg zu nehmen- das Wetter ist weiterhin meist herbstlich. Kalt und viel Regen bestätigen die schlecht Wetter Statistik über die Stadt Bergen. Kaum ein Segeltörn der von Anfang bis Ende richtig schön ist. Dicke Pullover, Segelanzüge, Stiefel und Handschuhe gehören für uns hier in den Sommer. Unsere Bordheizung wird fast täglich eingeschaltet.

Vor Anker, so schön in dieser Bucht.
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2026 Ziel- Norwegen!

Nach unseren längeren Reisen in den Süden Europas, wollen wir wieder mal nach Norwegen segeln. Viermal waren wir mit unserem damaligen Boot „Jazzy“ schon hier. Die Westküste hat uns sehr gut gefallen. Wenn nur das Wetter mitspielt!? Anfang Juni starteten wir dann von unserem Heimathafen in Hoolsiel. Unser erstes Ziel war Helgoland.

Old Helgoland bei bestem Wetter!
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Ende unserer Segelreise 2.0 von 2022-2023!

Am Freitag, den 4. August 2023 sind wir um 17 Uhr durch die Seeschleuse von Hooksiel zurück in unseren Heimathafen. Dieser letzte 50 Seemeilen Törn, von Norderney kommend, forderte uns nochmals. Die Ausfahrt durch das „Dovetief“ vor Norderney ist genau zu berechnen weil es dort im Seegatt so flach wird. „Jetzt bloß auf den letzten Meilen keine Fehler machen!“ (Hier stranden jedes Jahr mehrere Yachten.) Warum ein „Tief“ so flach sein kann, lernt man beim Gezeitensegeln!🤨

„Dovetief“ so flach! Sandbänke mit Brandung im Hintergrund.
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Segeln im Solent!

Seit gut 2 Wochen sind wir in England und segeln vor der Südküste Richtung Ost. Immer wieder kommen wir an Buchten vorbei, die sich ins Land schneiden. Hier ist man geschützt und wir können meistens ankern. Die Städtenamen der Buchten haben oft die Endung „mouth“! Ein echter Zungenbrecher wenn man sich über Funk anmelden muss. Zur Zeit liegen wir in „Portsmouth“, am östlichen Ende des Solent.

Unser Hafen direkt am „Spinnaker Tower“ in Portsmouth 170m hoch!
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🍾 heute vor einem Jahr,

am 13. Juni 2019 sind wir von unserem Heimathafen, Hooksiel gestartet. Ein Jahr: „segelreisemitelisa“. Wir erinnern uns noch an die Verabschiedungen mit euch und an die gut gemeinten Wünsche! Heute, nach 366 Tagen können wir sagen, dass diese bis hier in Erfüllung gegangen sind. Es war ein sehr schönes Segeljahr. Ging es doch immer der Sonne hinterher!

Eine Segelsaison ohne Ende!
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