Eine lange Reise geht zu Ende!

Nach 467 Tagen „Segelreise mit Elisa“ haben wir heute, am 22. September 2020 unseren Heimathafen Hooksiel erreicht. Ein superschöner Blauwasser Törn. Schiff und Besatzung sind wohlauf. Somit eine kleine Erfolgsstory.

…Zieleinfahrt Hooksiel! (danke Rolf für die Fotos)

6305 Seemeilen, gleich 11.677 Kilometer haben wir insgesamt zurückgelegt. Das geht nur mit einer guten Crew- und damit meine ich meine liebe Frau, die wirklich einen tollen Job gemacht hat. Was habe ich da ein Glück!

Titanic auf Norderney😜

Unsere Dehler 38 hat mehrfach zeigen müssen was sie kann. Wenngleich wir nie in einen „großen“ Sturm geraten sind, mußte unser Boot Seetüchtigkeit beweisen. Die guten Segeleigenschaften haben uns so manches mal aus der Klemme geholfen. Auch fühlten wir uns immer sicher, selbst wenn es ordentlich zur Sache ging. Mehrfach habe ich darüber schon berichtet.

Crew Elisa! Die Heimat hat uns wieder😆

Arbeit war es auch! So eine Reise bekommt man nicht geschenkt. Alles zusammen ist es eine große Aufgabe die zu leisten ist. Wegen vorherrschenden Nordwinden und Gegenströmungen war die Rückreise nach Hause viel schwerer als die Hinreise Richtung Süd. Auch ist es viel schöner den Sommer im Rücken zu haben als den Herbst im Gesicht.💨☔️😬

Zum Abschluss eine schöne Woche auf Norderney bei bestem Wetter.

Ein großer Dank geht aber an euch! So viele liebe Kommentare und Anteilnahme. So viel Interesse an unserem Törn! Das hätten wir nicht gedacht, das hat uns oft hochgehalten. Besonders in der elfwöchigen Quarantänezeit auf Fuerteventura/Spanien! Das blöde Corona-Virus braucht keiner von uns. Hoffentlich kommen wir da alle gut von ab! Wenn die Zeit paßt, verfasse ich demnächst noch einen Abschlussbericht. Jetzt brauchen wir erst einmal ein neues Auto, und, und, und! Tschüss sagt die Crew Elisa bis zur nächsten Reise⛵️ Bleibt uns treu🙋‍♀️🙋‍♂️

Englischer Kanal, Bernadette und Hans-Richard

♥️Vlieland

ist eine schöne, westfriesische Insel in den Niederlanden. Die Menschen sind freundlich und es ist friedlich dort.

…fietsen🚲 geht hier endlos!

Leider hatten wir von unserem dreitägigen Aufenthalt auf Vlieland nur einen Tag schönes Wetter, aber das kennen wir ja schon! Unser Jahresdurchschnitt an Regen und Wind wird seit Wochen korrigiert, sodass die vielen Sonnenmonate in diesem Jahr nun ausgeglichen werden.🤨💨☔️

Strandspatziergänge mit den Möwen.

Nun sind wir schon auf der Insel Borkum angekommen. Dafür mußten wir im Morgengrauen die Insel Vlieland verlassen und raus auf See. Nochmal 75 Seemeilen am Stück Richtung Ost-Nordost. Zum ersten deutsche Hafen seit 15 Monaten! Fragt mich Bernadette was ich den als erstes mache wenn wir auf Borkum angekommen sind? Ich sage: „Ein frisch gezapftes Jever/Bier bestellen“. Und was machst du als zweites? Ich antworte: „Das Boot festbinden“.🍺⛵️😜

Drei Hosen, vier Pullover, Jacke und müde!

Weiterer Starkwind hat uns heute festgehalten. Die Insel Norderney, wo wir gern hingesegelt wären, hat im „Schluchter“ Gatt (seewärtige Einfahrt zwischen den Inseln) eine Flachstelle, die wir passieren müssen. Bei vorhergesagter Welle um 2 Meter ist es heute zu riskant über dieses Seegebiet zu gehen. Wir könnten Grundberührung haben und das wollen wir auf keinen Fall! Also bleiben wir noch einen Tag auf Borkum.

Endlich mal wieder Sonne☀️😜

Nun lassen wir es bis Hooksiel locker auslaufen. Mal sehen, wann wir dort ankommen. Bis bald, Crew Elisa

Nördliche Abendstimmung.
Hotel auf Vlieland, so einladend!

„In See stechen“,

bekommt für uns eine neue Bedeutung. Man könnte auch sagen: In der See herum stochern.😜 Seitdem wir im englischen Kanal sind, kommt ein Tief nach dem anderen über uns hinweg. Kein Törn mehr ohne kabbelige Welle, starkem Wind und Regenschauer. So haben wir uns gestern bis Den Helder durch „gestochert“. ⛵️

Schlechtwetter wie gemalt! Dieser Segler kam uns auf der Fahrt nach Den Helder entgegen.

Die belgische Küste haben wir schnell an Steuerbord liegen lassen. Nun sind wir schon mehr als eine Woche in den Niederlanden. Ein paar Tage ging unser Törn über die „staande Mastroute“ von Vlissingen nach Roompot durch das Binnenland. So kamen wir auch an der ältesten Stadt von Zeeland, in Middelburg vorbei. Die Holländer haben ihr Land unglaublich gepflegt. Das gefällt uns.👍

Parken mitten in der sehenswerten Stadt Middelburg. Ein modernes Boot erscheint hier sogar etwas fremd.🤨
Liebfrauenkirche Middelburg. Vorsichtshalber sind hier schon Regenschirme aufgespannt☔️
Schleuse und Brücke. Bei Hochwasser würden wir oben mit dem Mast anstoßen🤨

Durch die vielen Schleusen und Brücken geht es hier nur langsam voran. 10 Seemeilen in 5 Stunden scheint normal.🤨 Das ist auf Dauer nichts für uns und so sind wir in Roompot wieder durch die Schleuse raus auf die offene See und gleich 72 Seemeilen bis Ijmuiden, der seewärtigen Einfahrt nach Amsterdam, gesegelt. (grüne Linie)

Stadthafen von Vlissingen. Kein Bild mit blauem Himmel!☹️

Nun ist es nicht mehr so weit bis nach Hooksiel. Ein längeres Teilstück von Den Helder bis Borkum haben wir jedoch noch vor uns. Auch das werden wir schaffen. Danke für euer Interesse und alles Gute, wo immer ihr gerade seid. Crew Elisa

Unser Törn ab Dunkerque⛵️ Rot, ist das kurze Stück „stehende Mastroute“. Diese ginge, wenn man wollte, in Binnen durch ganz Holland.

PS. Hier in den Niederlanden trägt keine/r eine Maske! In den Geschäften und Lokalen tummeln sich die Leute dicht an dicht und ungeschützt! So als gäbe es kein Corona. In Spanien wären wir gleich verhaftet worden. Verrückte Welt!🤨

Zufriedenheit

kommt im Moment von innen! 30 Tage in Frankreich, bei sehr durchwachsenem Wetter mit viel Wind und Regen, sind nicht vergleichbar mit unserem schönen Leben im Süden. Trotzdem gibt es keine Abbruchstimmung bei uns an Bord. Das sehen wir positiv!

Sturm im Hafen von Dunkerque in der Nacht vom 25./26.8.20! An guten Schlaf war nicht zu denken.😬

Die Bretagne und die Normandie sind keine einfachen Segelreviere. Nur wenig deutsche (Urlaubs-) Segler verirren sich hierher. Und wenn, dann nur zur schnellen Durchreise. Das ist verständlich bei all den naturbedingten Schikanen die es hier gibt!🤨 Trotzdem werden wir besondere Eindrücke mitnehmen, die unser Segelleben bereichern.

Strand von Fécamp mit Steilküste.

Eine wahnsinns Küste mit besonderem Charme. Ich habe schon mehrfach über diese Gegend im Blog berichtet.

Dieppe, ein französischer Urlaubsort.

Heute haben wir eine weitere Seegrenze passiert und fahren nun die belgische Gastlandflagge unter der Steuerbordsaling. Dafür mußten wir um 5 Uhr aufstehen um die Strömung von hinten ausnutzen zu können. Diese ist abhängig von den Gezeiten. (Ebbe und Flut) Es war noch dunkel und lausig kalt am Morgen. Letztendlich waren es 41 Seemeilen in den „flämischen Bänken“ vor Belgien. Auch heute haben wir uns wieder über die guten Segeleigenschaften von Elisa gefreut. Sie segelt sehr ausgewogen, schnell und läßt sich erstklassig steuern. So befinden wir uns nun in Zeebrügge am östlichen Ausgang des englischen Kanal in Richtung Holland.

Schwerindustrie im Morgengrauen vor Dunkerque. Der Abschied fällt diesmal nicht schwer.

Wer hier lebt muss eine robuste Lunge haben. „Elisa“ hatte eine feine Schicht Russ auf dem Deck. Der Sturm verteilte den Dreck aus den Schornsteinen auch auf uns.

Auf Augenhöhe mit den Wellenbergen!

Zwei weitere Tiefs sind angekündigt! Mal sehen wann wir weiter kommen. Beste Grüße und bleibt gesund, Crew Elisa

Backstag segeln in der Normandie.⛵️

Gott in Frankreich

muss viel Geld dabei gehabt haben. Hier ist es vergleichsweise teuer. Waren wir doch von Spanien und Portugal diesbezüglich verwöhnt.

Le Havre in der Normandie.

„Brest“ und „Le Havre“ sind nicht unsere Favoriten. Zwei größere Städte, die im 2. Weltkrieg vollständig zerstört wurden. Verständlich, dass es hier keine alten Stadtkerne gibt. Auch sind die gewaltigen Bunkeranlagen von damals überall zu sehen. Eine schlimme Geschichte die uns nachdenklich stimmt.🤨 An anderer Stelle entdecken wir hier aber immer wieder einzigartige Landschaften und Städtchen.

Z.B. „Barflour“, östlich von Cherbourg, so urtümlich, so rau,
…so liebevoll!

Den Törn aus der Bucht von Saint-Malo haben wir in einem Rutsch gemacht. Das waren 85 Seemeilen für die wir schon um 5 Uhr morgens los segeln mußten. Wie schon geschrieben, sind die Kanalinseln (Jersey, Guernsey, Alderney) wegen Corona nur mit Quarantänezeit zugänglich. Nun sind wir schon in Le Havre, die Flussmündung der Seine. Wer gerne mit Motor segelt😜, kann noch ein ganzes Stück Richtung Paris flussaufwärts. Wir wollen das nicht und gehen weiter nordöstlich in den englischen Kanal. 8,5 Meter Tidenhub bleiben uns noch eine Weile erhalten. Ebbe und Flut sind auch hier besonders stark.

Der Hafen fällt bei Niedrigwasser fast trocken!
„Elisa“ vor Anker in Barfleur. Hier waren wir 2 Nächte und hatten mehrere Gewitter. Eine Nacht davon saß ich in kompletten Segelklamotten unter Deck und hielt Ankerwache.☹️

Die Heimat kommt näher und das merken wir auch am Wetter. Abends wird es schon manchmal kalt an Bord. Trotzdem gefällt uns unsere Reise auch nach 15 Monaten immer noch gut. Die Mischung aus Segeln, Verweilen und Entdecken ist einfach genial. So wollen wir diesen Törn bis zum Herbst langsam auslaufen lassen und zurück in unseren Heimathafen WSV-Hooksiel. Natürlich werden wir weiter berichten. Macht es gut, bis bald, Crew Elisa.

Stolperfallen, so gefährlich!
Morgenrot- Schlechtwetter droht! „Le Havre“

„Saint-Malo“

die berüchtigte Stadt der Seefahrer und Korsaren!

Saint-Malo von Seeseite fotografiert.
Saint-Malo“ einzigartig und ein wenig verwunschen!

Das Segeln in der Bretagne ist schon ein Erlebnis. Besonders in der Bucht um Saint-Malo mit dem größten Tidenhub von Europa. Der Meeresspiegel steigt innerhalb von nur 6 Stunden um 10- manchmal 12 Meter an- um dann in weiteren 6 Stunden diese gigantische Wassermasse wieder dem Atlantik zurück zu geben! Wer hier mit dem Segelboot unterwegs ist muss genau überlegen was er macht. So segeln wir über Gebiete, wo noch vor ein paar Stunden die Kinder über die Steine kletterten.

Trocken gefallen! Wie Spielzeugschiffe.

Dazu kommt, die zum Teil, starke Strömung, denn dieses Wasser ist immer in Bewegung! Alles nichts Neues für uns, aber dreimal so gigantisch wie in unserem Heimatrevier. Ein Auffrischungskurs für den Skipper.🤨

Die Seeschleuse von Saint-Malo. Opa‘s Märchenstunde😜

Nach passieren der großen Seeschleuse, haben wir dann gestern „Elisa“ mitten vor den alten Stadtmauern im Hafen von Sant-Malo geparkt. Das ist ein dicker Eintrag in unser Logbuch! Zuvor hatten wir einen schönen Segeltag mit rund 50 Seemeilen. Das ging gut ab! Und weil wir so schnell waren, mußten wir vor der Schleuse 2 Stunden warten bis genug Wasser aufgelaufen war, um einfahren zu können.🤨 Die Boote, die wir auf diesem Törn überholt haben, sind dann nach und nach eingetrudelt und mit uns zeitgleich durch die Schleuse. So hatten wir Spass beim Überholen und die, weil es für uns nichts gebracht hat.😬

Von hier aus wurde übrigens Kanada entdeckt!

Durch die gewaltigen Gezeitenströme ist hier eines der größten Gezeitenkraftwerke weltweit errichtet worden.

In der kommenden Woche wollen wir weiter Richtung Nord, raus aus der Bucht, zurück in den englischen Kanal. Leider sind wegen Corona die Kanalinseln für uns gesperrt. Somit wird unsere Reise an der Westküste der Bretagne Richtung Cherbourg weitergehen.

Anwesen in Paimpol / Bretagne.
Kirche in Audierne.

Nun hoffen wir, dass es keine zweite Coronawelle gibt und wir in den nächsten Wochen in alle belgischen und holländischen Häfen einlaufen dürfen. Wir werden berichten! Alles Gute in alle Himmelsrichtungen wünscht die Crew Elisa. (Und bitte immer mit 😷)

Biscaya,

eine große Bucht, die von Brest bis Bayonne zu Frankreich- und ab Bilbao zu Spanien gehört. Die Öffnung zum Atlantik ist ca. 340 Seemeilen breit. (630km) Ein Seestück welches jeder Segler/in mit Respekt angeht.

Atlantiköffnung Biskaya, gelbe Linie. Gut zu sehen ist der Anstieg des Meeresgrundes.

Durch den ansteigenden Meeresgrund vom Atlantik bilden sich hier hohe Wellen. Auf unserer Hinreise haben wir diese Bucht innen abgesegelt (hellblaue Linie), nun wollen wir direkt von Süd nach Nordost. Den passenden Wind hatten wir abgewartet und so sind wir am Samstag, 25.7. morgens los. Die Wetterberichte sagten südwestliche Winde bis 5 bft. voraus. Am Sonntag weniger, am Montag mehr.

Regen, Wolken und Niesel, Fremdwörter für uns seit Monaten.

Schon am Tag 1 regnet es am Nachmittag, dicker Nebel kommt zeitweise dazu. Alles ist klamm. Zum ersten Mal seit Monaten kramen wir die Segelanzüge aus den Schränken. Dicke Pullover unten drunter. Es ist kalt, besonders in der Nacht. „Elisa“ macht gute Fahrt und da kaum Schiffsverkehr ist, ist einer von uns meist unter Deck und der Andere verkrümelt sich, wenn möglich, unter der Sprayhood. Von dort hat man alles im Blick. So werden wir kaum nass. Das Steuern übernimmt der Autopilot. Trotz Welle macht dieser das hervorragend. Eigentlich unser dritter Mann! Strom kommt von unserem Hydrogenerator und von unserer Solarpaneele. Das reicht für all unsere Technik. Es geht voran! Wir wechseln die Segel immer wieder um das Boot optimal an das Wetter- und unsere Bedürfnisse anzupassen. Bei dem Geschaukel oft ein akrobatischer Akt.

Heute mit Sturmmütze!

Wir sind eine kleine Crew und ich bin immer etwas unruhig, besonders wenn Bernadette Nachtwache hat. Sie macht das gut. Sie kennt das schon. Man ist ziemlich einsam in der Einsamkeit! Heute sind keine Sterne zu sehen und das bisschen Mond geht früh unter. Wenn möglich übernehme ich die „Hundewache“ Nachts von 1 – 5 Uhr. Diesmal klappte das aber so nicht und Bernadette mußte übernehmen. In dieser Zeit ist man besonders müde. Als ich dann um ca. 5 Uhr ablöste, fiel sie wortlos in die Koje. Wir schlafen auf Nachfahrten im Salon und nicht, wie normal, in der Vorschiffskabine. In der Mitte vom Boot ist der ruhigste Platz und es schaukelt etwas weniger. Wir teilen uns dieses Bett. So steigt Bernadette an diesem Morgen in meinen angewärmten Schlafsack. Es schaukelt und rollt stark, Wind und Welle kommen von hinten. Bei Arbeiten an Deck, besonders Nachts, wird die Freiwache geweckt. Ein Kaffee und ein Stück Käse in der Hand ist das Frühstück.

Ist nicht wie im Hochglanz Prospekt der Bootshersteller! Kein Drink in der Hand! Kein rekeln an Deck! Kein Service! Wir sind freiwillig unterwegs und man/frau muss es schon mögen- aber ohne diese längeren Überfahrten kann man so eine gesamte Reise nicht machen. Und so lang ist diese Strecke ja nun auch nicht.🤨 Der folgende Film zeigt ein Stück Biskaya. Es gibt immer was zu entdecken. Unbedingt ansehen!

Biscaya „Elisa“ 2020

Nun sind wir in Frankreich und unsere Reise geht weiter. Segeln ist schön! Uns geht es gut. Das Gleiche wünschen wir euch auch. Crew Elisa

Segelnde Kinder vor Audierne/Frankreich.

Spanien adé!

Heute soll es weitergehen! Die Biscaya liegt vor uns. Es ist früh am Morgen und Bernadette bereitet ein einfaches Frühstück vor. Beide sind wir leicht angespannt und sehr traurig dieses schöne Segelrevier zu verlassen.

Muxia, auch als Pilgerort vom Jakobsweg bekannt.

Galizien macht uns den Abschied schwer. Die, hier in Muxia, immer kreischenden Möwen empfinden wir heute Morgen wie ein Abschiedskonzert. Nun geht es gleich los. 2-3 Tage wird die Reise dauern. Wenn wir auf der anderen Seite in Frankreich angekommen sind melden wir uns wieder. Bis dahin auch für euch eine gute Zeit. Gruss Crew Elisa

Grosse Skulptur direkt am Atlantik.

Geheimtip Galizien!

Unsere Reise Richtung Nord geht voran. Wir kreuzen uns langsam Richtung Pole-Position zum Absprung über die Biscaya. Bei schönem Wetter ist das mit Elisa im Moment sportlich zu segeln. In Porto/PT haben wir 3 Tage verbracht. Eine besondere Stadt, die nicht nur Cherry und Portwein als Highlite zu bieten hat. Von da ging es weiter über die Seegrenze nach Spanien. Gleich die erste „Ria“ (Bucht) bei Vigo ist so schön, dass wir unseren Anker 3 Tage im feinen Sandgrund stecken ließen. „Galizien“, unser Geheimtip! Hier ist mit dem Boot alles möglich. Große- und kleine Buchten zum Ankern, Strände, Städte, Lokale, worauf man gerade Lust hat. Und dann das super Wetter, welches sommerlich- aber nicht zu heiß ist.

Unsere Ankerbucht!
FKK Strand- so wie wir es mögen.
Glasklares Wasser, feiner Sand, Muscheln auf dem Meeresgrund klar zu erkennen.

Wir kennen dieses Revier schon von der Hinreise und wollen noch ein paar Tage bleiben. Dennoch drückt die Strecke über die Biscaya. Das ist nochmals ein Törn über mehrere Tage der vor uns liegt. Auch hier ist der vorherrschende Wind Nord/Nordost. Also normal von vorne! Ähnlich wie ich es schon von den Kanaren kenne, muss ich eine Lücke suchen wo der Wind dreht. Der Winddreher ist bereits bei Neptun und Rasmus angemeldet. Die sagen: „Er sei in Arbeit“.😜 Vorher habe ich einen Schluck hochprozentigen ins Meer gekippt und folgenden Spruch aufgesagt: „Rasmus, alter Schweinehund, blas’ die Segel voll und rund. Aber nicht zu dolle, sonst meckert meine Olle!🤣 (sorry Bernadette, meckerst ja kaum.)

Biskaya, geplante Überquerung, gelbe Linie.

Heute sind wir im Hafen von Sanxenxo in der Ria de Pontevedra. (oberhalb vom blauen Punkt) Hier können wir unsere Vorräte auffüllen und dann schnell wieder weg.

Einkauf! 3 volle Taschen und einen „Hackenporsche“, sind jedesmal ein Kraftakt!
…immer wieder Delphine die uns begleiten🐬

Gestern habe ich ausversehen meine Scheckkarte an der Bootstankstelle ins Wasser fallen lassen. Wieder einmal kommt meine Taucherausrüstung zum Einsatz. Ich konnte sie in 7 Meter Tiefe vom Grund fischen.😃 Die Marinieros vom Hafen staunten nicht schlecht als wir das Problem selbst lösten. Sie witterten schon fette Beute🤑

Porto! Blick von unserem Ankerplatz.

Drückt uns die Daumen, dass der Wind dreht und wir die Biscaya queren können. Alles Gute nach Hause und in alle Welt an unsere Freunde, Crew Elisa

PS. Über eure Kommentare freuen wir uns immer. Schreibt mal!

…habe ich nicht eine besondere Maske? Hat mir Wolfgang aus Portugal geschenkt. Wenn schon Maske, dann nur diese! Danke👍

…es hat geregnet!

Nicht der Rede wert? Doch, für uns schon. Es war gestern für uns der erste Regen seit Monaten! Kaum zu glauben, dass wir so lange keinen Regen gesehen haben. Immer schönes Wetter! Hier in „Figueira da Foz“, Portugal dann das Gewitter am Abend. Kaum waren die dicken Tropfen weg, kam ein übermächtiger Gestank in unseren Hafen. Man kann sich das nicht vorstellen. Wie im Fäkalientank😫 Wir konnten kaum schlafen. Warum das so stinkt wissen wir nicht, haben aber so unsere Theorien. Immer wieder erleben wir so einen Gestank nach Hochwasser- vielleicht auch diesmal nach Starkregen🤨? Da wird aufgedreht! Diesmal besonders! Also früh weg hier.

Nebel heute in der Ausfahrt von Figuero da Foz.

Unser Kurs geht Richtung Nord die gesamte portugiesische Küste hoch bis Galizien/Spanien. Im atlantikweiten Windsystem weht hier im Sommer der „portugiesische Norder“. Dieser hat noch Stromversatz in Süd, sodass wir im Moment Wind und Strom von vorne haben. Ca. 15 Seemeilen von der Küste entfernt auf dem Atlantik bläst dieser Norder zur Zeit mit 5-6 Bft., in Böen 7 Beaufort. In direkter Landnähe ist kaum Wind aber 2-3 Meter Dünung, erzeugt von dem Starkwind auf See. Draußen wollen wir nicht segeln, in Landnähe kann man nicht segeln. Ein riesiges Geschaukel und schlagende Segel. Beste Bedingungen um sich zu ärgern!☹️⛵️

Südstrand von „Nazaré“. „Steinfrösche“!
„Nazaré“ im Hintergrund.

Die Küste an der wir versuchen hochzusegeln⛵️, hat einen hunderte Kilometer langen Strand. Beneidenswert wer so etwas vor der Tür hat. Schade nur, dass viele Portugiesen es selbst nicht zu schätzen wissen, sonst wäre nicht so viel Plastik hier in der Natur! Ich habe Filme gemacht und bin sehr traurig darüber. Sicher ein großes und weltweites Problem, aber in diesem Landstrich größer als sonst auf unserer Reise!

Ob die nochmals in See stechen? Die Werft ist auffällig ungepflegt! Überall Müll.

Unser nächstes Ziel ist Porto. Dort wo der Portwein und Cherry hergestellt wird. Eine interessante Stadt, die wir schon von der Hinreise kennen. So ist es keine Strafe, hier ein paar Starkwindtage auszusitzen.

Heute hatte ich nicht nur Gutes zu berichten. Muss auch mal sein! Bleibt uns treu und schaut mal wieder rein, Gruss Crew Elisa