Mit dem „Großen Wagen“ nach Porto-Santo!

An Steuerbord begleitete uns Nachts das bekannte Sternbild des „Großen Wagen“. Die symbolisch gedachte Karre hängt in diesen Breiten so tief am Himmel, dass man glaubt, sie fährt auf dem Atlantik. Da sie uns bildlich entgegen kam, haben wir sie mit Frieden beladen und an die richtige Adresse gen Nordost geschickt! Wie schön ein friedliches Leben ist, durften wir auf dieser 3 1/2 tägigen Reise nach Porto Santo erleben. Mit 4500 Meter Wasser unter unserem Kiel segelte Elisa diese Etappe mal geduldig, mal temperamentvoll.

Reiseroute Algarve – Porto-Santo/Madeira.

Tag- und Nachtzeit sind ungefähr gleich lang. So wird es früh dunkel und wir versuchen abwechselnd zu schlafen. Einen wirklichen Wachplan haben wir nicht, hatten wir auch noch nie. Das klappt ganz gut. Richtig schlafen kann man ohnehin nicht. Die Bedingungen änderten sich auch auf dieser Reise ständig, sodass es oft Handlungsbedarf gab. So zum Beispiel bei Annäherung dieser Squalls/Sturmböen!

Squalls – Regen mit Windböen!

Wenn solche Fronten kommen weis man nie was kommt. So mußten wir den zweiten Tag durch diese Wetterfront segeln. Im Dunkeln können wir den Regen auf dem Radar sehen und beobachten wohin er zieht. Das ist schon spannend. Für uns war es bei diesem Törn ein Turbo für „guten“ Wind und schnelles Segeln. Das hätte dicker kommen können. Glück gehabt, nur nass geworden!

Regen mit Windpotenzial.

Wir sind weit ab von der Welt. Einen ganzen Tag lang hatten wir keinen Sichtkontakt mit anderen Schiffen. Unser Radarbildschirm zeigte kein Echo. Die großen Seewege gehen hier wohl nicht lang. Auch Fischtrawler waren nicht in Sicht. Diese Einsamkeit muss man erleben! Kein Netz! Nichts außer uns Drei. Elisa rückt dann besonders in die Mitte. Sie ist unser kleiner Mikrokosmos.

Naturschauspiel!

Kalt war es nicht. Bei einer Wassertemperatur von 25 Grad fahren wir auf unserer eigenen Heizung. So konnte es die Wache im Cockpit gut aushalten. Wenn kein Schiff in Sicht ist, kann man dort auch ruhen. Mit Musik von „Jan Gabarek“ auf den Ohren spürt man das Blut in den Adern. Wir leben!

„Porto-Santo“ die kleine Nachbarinsel von Madeira.

Porto Santo kennen wir schon vom ersten Törn. Es gibt in diesem Blog auch schon Beiträge und ein Video aus 2019. (z.B. Wer schön sein will muss lächeln! Weit am Anfang!)

Übrigens hat Kolumbus auf Porto-Santo gelebt, geheiratet und Geschäfte gemacht. Heute laufen wir los und suchen ihn😜.

Ankerbier im Hafen von Porto-Santo.

Ein besonderer Gruss geht an unseren Verein WSV-Hooksiel. Dort ist am Wochenende Absegeln mit Kuchen, Grill und Bier. Viel Spass! Wir halten hier die Flagge hoch😎⛵️😎.

Großer Flaggenwechsel, alt gegen neu!

Algarve achteraus!

Meine Augen waren noch nicht ganz auf, als ich einen Start Richtung Porto-Santo/Madeira für heute in Erwägung zog. Es ist ein Törn von rund 4 Tagen auf dem Atlantik.

Felsenküste bei Lagos.

Jeden Morgen schaue ich mir, meist noch in der Koje liegend, alle verfügbaren Wetterdaten an. Das ist sehr umfangreich, da Windstärke plus Windböen und die Windrichtung, Wellenhöhe, Wellenabstand, Strömung, Regen, Gewitter, Mondschein, Temperatur in der Nacht, Tendenzen usw. für einen Törn ausgewertet werden müssen. Hier in Portugal kommt noch dazu, Meldungen von Orcaangriffen in unserem Gebiet ausfindig zu machen. Alle Parameter verheißen für die nächsten 4-5 Tage „grünliches“ Licht für eine Überfahrt nach Madeira. Hoffentlich, da die Daten alle nur Wahrscheinlichkeiten aufzeigen!

Per Kanu durch die Steine.

Start, heute 11:30 Uhr ab Lagos, Kurs 239 Grad. Die Reise beginnt. Elisa ist klar für große Fahrt. Drückt uns die Daumen für „fair Winds“. Das hat beim letztem Mal auch geholfen! Sobald wir angekommen sind, melden wir uns wieder. Bis dahin alles Gute.

Nasse Momente/Sonne und Meer.

Lisboa an Backbord liegen gelassen!

Heute sind wir an der Weltstadt Lissabon vorbei gesegelt. Wir hatten keine Lust auf die vielen Menschen, die sich mit uns durch die Sehenswürdigkeiten drängeln. Vor allem dann nicht, wenn sich noch Kreuzfahrtschiffe in der Stadt befinden. Außerdem waren wir bei unserem ersten Törn 2019 schon dort. Also weiter Richtung Süd mit dem Ziel „Sines“, eine kleine Stadt die wir mögen. Dort wollen wir ein paar Tage bleiben.

„Cabo Carvoeiro“ bei Peniche, eines der vielen Kaps, die wir hier in Portugal runden.

Die Windverhältnisse hier auf dem Atlantik sind sehr wechselhaft. Kaum zu glauben, dass so ein großes Meer nicht einen Tag beständigen Wind hat. Seit Wochen eiern wir hier mit sehr wenig- und drehenden Winden herum. Das erfordert viel Geduld wenn man nicht Motoren will.😎 Weil wir das nicht wollen, schauen wir auf all die „Segelboote?“ die uns per Motor überholen und später im Hafen die besten Plätze belegen. Was ist besser?🥹

Das gelbe Segel oben rechts hat 110 Quadratmeter!
„Sesimbra“ unser heutiger Ankerplatz, südlich Lissabon.

Große Sorgen bereiten uns weiterhin die Orcas, die mittlerweile von Irland bis Gibraltar ihr Unwesen treiben. Sie greifen vornehmlich Segelboote an, beißen die Ruderblätter ab und verursachen zum Teil schwere Schäden. Wenngleich sie sich zur Zeit nördlich von uns aufhalten ist es ein ungutes Gefühl an dieser Küste zu segeln. Auch die Ausbreitung der aggressiven Tiergruppen könnte weltweit zu einem echten Problem für kleinere Boote werden. Ich habe in diesem Blog schon berichtet.

Leuchtturm bei Nebel vor „Aveiro“
Portugiesische Küste, wunderschön!
Abendstimmung vor Anker!
Gemütliches Atlantiksegeln.

Morgen soll Wind kommen. Dann geht es diesmal mit „Rauschefahrt“ zum nächsten Ziel. Einen kleinen Vorgeschmack hatten wir heute schon mit 5-6 Windstärken. Nach soviel Schwachwind müssen wir uns erst wieder umgewöhnen🤨. Schluss mit gemütlich! Danke, dass ihr unsere Reise begleitet! ⛵️

Unsere Traumbucht in Galizien.

Die Segel hoch…

der nächste Törn beginnt. So heute Morgen Richtung „Aveiro“, einer Bucht in Portugal nördlich Lissabon, wo wir für eine Nacht ankern wollen. Ein Törn von gut 40 Seemeilen weiter Richtung Süd. Der Atlantik empfängt uns mit 15 Knoten Wind (4,5bft) aus Nordwest. Also von schräg hinten. Nur mit Großsegel beschleunigt „Elisa“ gleich auf 7 Knoten Speed. Die Sonne scheint, wir rechnen uns aus in rund 6 Stunden den Anker fallen zu lassen. Schnell noch die Fock in Luv ausbaumen um noch etwas schneller zu werden. Die 2 Meter Dünung fällt nicht auf, da wir genug Fahrt machen und über die Wellen gleiten. Alle Segel sind gesetzt, der Autopilot steuert. Herrlich! Wir denken über einen leckeren Obstsalat nach, den Bernadette während der Fahrt immer macht. Ein „Spezial“ mit Joghurt. Lecker! Dann wieder das gleiche Spiel: Der Wind ist weg! Nur 40 Minuten vom traumhaften Segeln bis zum Stillstand. Das Geschaukel beginnt. Es nervt!! Wieder kein schöner Segeltag.

Segeln zum Abgewöhnen!

Ohne Obstsalat halten wir das Geschaukel zwei Stunden durch, drehen dann ab und biegen in den „Rio Douro“ nach „Porto“ ein. Hier waren wir schon zweimal. Porto ist sehenswert aber auch voller Touristen. Dennoch eine gute Wahl bei diesen Bedingungen. Am Abend machen wir die Heizung im Schiff an, so kalt. Dicker Nebel umhüllt unser Boot bevor wir in die Koje gehen.

Porto bei bedecktem Himmel!

Heute war die Stadt so voll, dass wir über die Köpfe hätten gehen können. Also schnell mit unseren Fahrrädern wieder zurück zum Hafen. Wir sind ein gutes Team und machen es uns auch an solchen Tagen so schön wie möglich.

Porto, hier wird der Portwein hergestellt.

Im letzten Moment heute noch einmal kurz Sonne. Morgen soll es weiter gehen. Wir wünschen uns diesmal einen schönen Segeltörn auf dem Atlantik. Drückt die Daumen! Crew Elisa⛵️

Sonnenuntergang in unserem Hafen.

…wenn die „Orcas“ kommen,

nehmt die Segel runter, schaltet den Motor- und alle elektrischen Instrumente aus! Macht euch manövrierunfähig, verhaltet euch ruhig und wartet was die Tiere mit eurem Boot anrichten. So die Empfehlung der Naturschützer und Fachleute für Meeresforschung für uns Segler.

Dazu muss man wissen, dass seit über zwei Jahren Orcas, auch Schwertwale genannt, rund um die Iberische Halbinsel bis Gibraltar Schiffe angreifen und beschädigen. Warum kann keiner genau sagen. Es ist das Gebiet, in dem wir uns befinden. Ich selbst finde es unverständlich, dass von den Fachleuten keine effektive- und wirksame Abwehrmaßnahme für uns empfohlen wird, um Schaden an Boot und Crew zu verhindern! Auch, dass die Gruppe/n der Tiere von offizieller Seite nicht klar geortet- und entsprechende Warnungen heraus gegeben werden. Das wäre mit heutiger Technik leicht möglich.

Übersetzt heißt das: Wenn der Bär kommt verhaltet euch ruhig und wartet ab ob er euch fressen will. Nun gut, wir haben zum Glück noch keine Orcas in dieser Gegend gesehen. Auch gibt es keine Hinweise. Angeblich sind sie im Moment in der nördlichen Biscaya. Da kommen wir gerade her. Umfahren können wir das Problem somit nicht! So geht es zur Zeit vielen Seglern.

Nebel an Cabo Finisterra.

Nachdem wir den Starkwind in „A Coruna“ abgewartet haben sind wir weiter Richtung Süd. Wieder gibt es keinen beständigen Wind. Ein einziges Durcheinander bei dem man die Uhr stellen kann bis Wind und Welle neue Richtungen vorgeben. Dennoch versuchen wir so viel wie eben möglich mit Windkraft voran zu kommen.

Ankern vor „Fisterra“ Nebel im Hintergrund!

In der letzten Woche haben wir jede Nacht geankert. Mit unserem aufblasbaren Kanu paddeln wir dann an den Strand. Das ist sehr schön und gefällt uns. Touristen gibt es hier oben in Galizien wenige. Deutsche Boote sind selten.

Endlich mal ein Tag mit Sonne!

4 Tage in „A Coruna“ waren eine willkommene Abwechslung. Hier war richtig was los. Eine tolle Stadt mit kleinen Gassen und unzähligen Restaurants. Dabei jeden Abend von 22 – 24 Uhr Livemusik auf dem „Maria-Pita“ Platz mit ca. 1000 Fans.

Live jede Nacht mit voller Lautstärke.
So viele kleine Gassen.
Unser Hafen von A Coruna, aufgenommen aus dem Riesenrad.

Nachdem wir heute frisch gebunkert haben soll es morgen eine „Ria“ weitergehen. Es ist unsere Lieblingsria bei Vigo. Diese kennen wir schon von unserer ersten Tour. Nächste Woche planen wir den ersten Hafen in Portugal anzulaufen. Mal sehen. Bis dann, alles Gute von der Crew Elisa.

Meeresfrüchte am Anker oder Ankersalat?

Anker auf nach Spanien!

Kaum hatte ich den letzten Blogbeitrag abgeschickt und mich über zu wenig Wind beschwert, da kam Wind. Passender Wind Richtung Spanien! Ich wollte schon den Befehl zum „Anker auf nach Spanien“ geben, da meldet sich die Kombüse und teilt mir mit, dass wir nicht mehr genügend Proviant für die Überfahrt haben. Da wo wir waren gab es nichts zu kaufen. Mit 30 Seemeilen Umweg über einen Supermarkt ging es dann spät am selben Abend um 18:30 Uhr mit vollem Kühlschrank auf nach Spanien. 320 Seemeilen (ca.600km) lagen nun vor uns. Kaum aus dem Windschatten des „Supermarktes“ heraus ging es gleich in die erste, stürmische und tiefschwarze Nacht.

Der Anfang von „schwarz“ ohne Mond und Sterne.

Weil der Wind so kalt war hatten wir vom Unterhemd bis zur Segeljacke 5 Schichten Kleidung an. Darüber dann noch die Rettungsweste. Eine Automatikweste mit „Mann über Bord AIS-Funkboje intrigiert“ Dennoch, wer über Bord ginge wäre wahrscheinlich verloren. Ein schrecklicher Gedanke!

Biskaya, tagsübet auch kaum Sonne.

Nach einem Tag wurde aus starkem Wind wenig Wind. Jetzt haben wir all unsere Segel ausgepackt um irgendwie weiter segeln zu können. Über Stunden standen wir fast auf der Stelle. Das nervt dann besonders, weil die restliche Dünung das Schiff hin und her schaukelt. Letztlich haben wir den Motor für ein paar Stunden gestartet, da wir auch Strom für die Batterien- und warmes Wasser zum Duschen haben wollten.

Langusten mit Baguette auf hoher See.

Ohne Wind gibt es die Gelegenheit für ein gemütliches Abendessen auf hoher See, weit ab von jedem Land. Auch schön! Ungefähr auf dieser Position hatten wir vor 2 Jahren die Begegnung mit zwei Finnwalen.

Der Wind kommt zurück. Die Segel werden neu eingestellt. Erst fahren wir noch langsam ca. 4 Knoten, dann immer schneller. Elisa rast gen Süd als wolle sie zeigen was sie drauf hat. Es geht in die 3. Nacht. Wir rechnen aus, dass wir die erste spanische Ria (Bucht) noch so gerade bei Restlicht erreichen können. Fast hätten wir es geschafft! Letztlich sind wir dann doch bei Dunkelheit an einem, für uns, unbekannten Ankerplatz angekommen. Bei Nieselregen! Zum Glück hält der Anker sofort. Tolles Teil!

Keine spanische Sonne zu sehen. Kein schöner Empfang!

Normalerweise wäre die Nacht vor Anker für uns unruhig gewesen, es schaukelte ordentlich und die Ankerkette rasselte vorne am Bug. In dieser Nacht haben wir das nicht bemerkt und sind ruckzuck im Tiefschlaf versunken. Herrlich, wieder eine Etappe geschaft!

Delphine, Spass für Alle!

Es gibt viele Delphine! Sie lieben Elisa und begleiten uns oft. Selbst wenn wir noch so schnell segeln, kommen sie mühelos mit. Dann haben sie erst richtig Spass! Wir auch.🐬

Achterlich mit ausgebaumter Fock und Staysail.

Heute haben wir nochmals ein Seestück Richtung A Coruna geschafft. Es soll in den nächsten Tagen Sturm geben. Den können wir in der Großstadt gut aussitzen. Jetzt erst einmal noch einen Gruss aus einer Ankerbucht mit Festung als Kulisse. Alles gute in die Welt! Crew Elisa aus Spanien.

Vor Anker des „Praia de Detràs do Castello„.

Warten auf den Wind!

Wer unsere Standorte verfolgt, wird feststellen, dass wir zur Zeit nur wenige Meilen machen. Es ist schlicht kein Wind in der Biscaya. So liegen wir im Moment vor Anker und warten. Sozusagen auf Reede.⚓️ Das gefällt uns bei diesem Wetter gut. Die Inselgruppe „Ile de Penfret“, unterhalb von „Concaneau“ ist fast karibisch! Eine Perle, die wir vom Ankerplatz mit unserem Kanu anpaddeln. Dort ist viel schöner Sandstrand und Wege zum Wandern.

Ankerfeld „Ile de Penfret“.

Vorher waren wir an der Flussmündung L’Odet. Dort ist der kleine Ort „Benodet“, wo wir zwei Hafentage hatten. So beschaulich es hier auch ist, so touristisch voll, laut und teuer ist es ebenfalls. Eigentlich nichts für uns aber Wasser und Strom bunkern, sowie einkaufen muss auch mal sein.

Skulptur am Strand. Bernadette in Benodet!
Drei Schiffswracks in wilder Natur vergessen.
Verwunschene Gegend mit rund 5 Meter Tidenhub.
Leuchtturm typisch bretonisch!

Nun warten wir auf unsere Passage nach A’Coruna/Spanien. Das sind zwei bis drei Seetage mit hoffentlich passendem Wind. Bevor es losgeht, schreiben wir nochmals. Gruss aus Frankreich von der Crew Elisa

Das ist der berüchtigte Leuchtturm „La Jument“ dessen Bild jeder kennt. Das Bild mit der riesigen Welle und dem Leuchtturmwärtet in der Tür! Die Welle ist gerade nicht zu sehen😜

Der Ärmelkanal…

hat lange Arme! 304 Seemeilen lang und 134 Seemeilen breit. (563x248km) Wir haben ihn fast geschafft und sind gestern in Roscoff/Frankreich eingelaufen. Eine Reise unter vollen Segeln mit maximal Speed.

Vollzeug segeln!

Mit fast 200 Quadratmetern Segelfläche mußten wir alles geben um in einer Tide die Distanz von Guernsey nach Roscoff zu schaffen. So ist unsere Segelgarderobe auch außergewöhnlich gesetzt. Bei passendem Wind und wolkenlosem Himmel war das herrliches Segeln bis 10 Knoten Fahrt.

…es spritzt und blubbert.

Da wir uns für die Route über England entschieden hatten, haben wir nun einen kleinen Einblick in die Segelwelt der Briten erhalten. Auf dem Weg lag Eastborn, Brighton, Portsmouth und Cowes, auf der Insel „Isle of Wight“. Hier wird gesegelt was das Zeug hält! Wie in der Kieler Förde und natürlich in der Jade, unserem Heimatrevier WSV-Hooksiel😆

Das Wahrzeichen von Portsmouth.

Passender Wind war der Grund die Strecke nach Süd zu starten um unseren Abstecher von Südengland wieder gut zu machen. So ging es dann quer über den englischen Kanal nach „Alderney“, der nördlichsten normannischen Insel unter englischer Flagge. Hier könnten wir ewig bleiben.

Alderney bei bestem Wetter!
„Elisa“ an einer Ankerboje.

Die nächsten Tage soll der Wind drehen. Somit warten wir hier in Roscoff auf die nächste Passage Richtung Brest. Bei rund 7 Meter Tidenhub (Höhenunterschied des Wassers zwischen Ebbe und Flut) und dementsprechend viel Strömung muss jeder Törn genau überlegt werden.

In ein paar Stunden ist der große Felsen im Hintergrund fast unter Wasser!
Naturfarbspiel.

Ein besonderer Gruss geht an unsere Segelfreunde Wibke und Ralf, die vor ein paar Tagen mit ihrer „Flora“ in Sitka/Alaska eingelaufen sind. Was für ein besonderes und anspruchsvolles Ziel! Auch grüßen wir Sigrid und Gerd von der „Breeze“, die gerade von den Kanaren zurück nach Portugal gesegelt sind. Unserer Familie und all unseren Freunden wünschen wir eine gute Sommerzeit. Bis bald, Crew Elisa

Wohlstand in Brighton.

Süd-oder Nordroute?

Das ließt sich zunächst spannend. Gemeint ist- über Frankreich oder England aus dem Channel Richtung Süd? Wir haben uns für England entschieden und sind von Calais direkt nach Eastbourne gesegelt. Dabei ging es durch das vielbefahrene Verkehrstrennungsgebiet im englischen Kanal. Guter Wind und gutes Timing haben uns die 61 Seemeilen schnell segeln lassen.

Palmen und blauer Himmel über Südengland!

Nachdem sich die grauen Wolken über unsere Reise gelichtet haben, kommt neuer Entdeckergeist durch und so sind wir jetzt erst einmal auf der Brexit Insel. Dabei ist es erstaunlich wie nett und hilfsbereit die Menschen hier zu uns sind. Es ist überhaupt hier unerwartet anders als wir uns das vorgestellt haben. Wir waren vorher noch nie in England. Das Einklarieren war recht unkompliziert. Eigentlich wollten die nur unsere Scheckkarte! Für umgerechnet schlappe 57,-€ pro Nacht haben wir gleich den ganzen Steg genommen😜 Dieser ist allerdings vorbildlich.

Platz für uns alleine in der Sorvereign Marina.

Heute sind wir mit dem Fahrrad in die Stadt und in die „Pilcher“ Landschaft gewandert. Die Queen war leider nicht da. Dafür hatten wir strahlend blauen Himmel. Alles geht wohl nicht.😆

Typisch England?
Eastbourne!

Nun wollen wir noch ein Stück weiter nach West um dann in einem Rutsch rund 100 Seemeilen Richtung Süd zu machen. Mal sehen wie das klappt. Euch alles Gute von der Crew Elisa.

England per Fahrrad macht keinen Spass!

„Elisa“ Richtung Süd 2.0!

Leise haben wir uns von unserem Heimathafen, WSV-Hooksiel am 19. Juni 2022 verabschiedet. So sind wir klanglos Sonntag Abend um 18 Uhr durch die Schleuse in den Vorhafen- um dann mit dem ersten Sonnenlicht am Montag Richtung West zu segeln. Norderney wäre eine gute, erste Etappe. Danach geht es immer ein Stück weiter Süd.

Los geht’s, (Danke für das Foto Martin)

Klar ist, dass die ersten Meilen die schwersten sind! Hier erklärt sich warum so viele gut ausgerüstete Segelyachten ihr Dasein in den naheliegenden Häfen fristen und das weite Meer nie sehen. Der Abschied ist es, das Loslassen von Zuhause, der Familie, den Freunden und die Ungewissheit da draußen mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert zu werden. So erwarten uns wieder neue Abenteuer bei denen wir unsere Komfortzone wissentlich verlassen. Das muss man wollen und wirft zugleich Zweifel auf!

Sonnenuntergang vor unserem 1. Nachttörn von Norderney nach Scheveningen 171 Seemeilen.

So geht es auch gleich zähfließend los. Nichts will in 2.0 bis jetzt so richtig gelingen. Seit fast zwei Wochen steckt gefühlt hinter jeder Meile ein „Kinken“. Eigentlich typisch für einen Neustart, das kennen wir auch schon- aber nervt gerade.

Der Wetterbericht kennt nur noch Südwestwind, als habe er einen „Sprung in der Platte“ SW…SW…SW…! Das ist Gegenwind für uns!

Jetzt kommt auch noch C+ dazu. Schnell entschlossen haben wir uns in Quarantäne geschickt, sind aus Scheveningen raus und liegen seit Tagen vor Anker. Keinen Schritt an Land! Ich habe ordentlich zu leiden gehabt, Bernadette ist da wohl schmerzfreier. Hoffentlich bleibt das so.

Internationale Ruderregatta!

Heute Morgen, ich lag noch in der Koje, da höre ich Stimmen um unser Boot. „Ihr müßt hier weg!“ „Why“?, „here is a rowing regatta now“! So ein schöner Ankerplatz, noch nicht einmal gefrühstückt. Wohin so schnell?

Vollsperrung der Autobahn.

Vollsperrung der Autobahn in Holland ganz normal. Wir denken an den Lkw Fahrer/in, der/die nun auf uns warten muss.

Schleusen in Holland, kostenlos, freundlich und funktionieren!

Nun warten wir auf das Ende unserer selbst gewählten Quarantäne und den passenden Wind. Wenn alles stimmig ist geht es weiter. Bis dahin gute Besserung! Es grüßt euch die Crew Elisa, wo immer ihr gerade seid⛵️

…unser kleines Geheimnis!

Der Sommer 2021 ist vorbei, die Winterzeit nicht mehr weit. Unsere diesjährige Segelreise mit „Elisa“ ist leider zu Ende. 73 Tage waren wir an Bord. Seitdem wir im Ruhestand sind, eher eine kurze Reisedauer und dennoch wieder sehr schön. Nicht zuletzt weil die Ostsee ein so tolles Segelrevier ist! Wäre doch hier nicht ein so langer Winter.🤨

Zeit für mich und meine Gitarre.
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„In See stechen“,

bekommt für uns eine neue Bedeutung. Man könnte auch sagen: In der See herum stochern.😜 Seitdem wir im englischen Kanal sind, kommt ein Tief nach dem anderen über uns hinweg. Kein Törn mehr ohne kabbelige Welle, starkem Wind und Regenschauer. So haben wir uns gestern bis Den Helder durch „gestochert“. ⛵️

Schlechtwetter wie gemalt! Dieser Segler kam uns auf der Fahrt nach Den Helder entgegen.
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Geheimtip Galizien!

Unsere Reise Richtung Nord geht voran. Wir kreuzen uns langsam Richtung Pole-Position zum Absprung über die Biscaya. Bei schönem Wetter ist das mit Elisa im Moment sportlich zu segeln. In Porto/PT haben wir 3 Tage verbracht. Eine besondere Stadt, die nicht nur Cherry und Portwein als Highlite zu bieten hat. Von da ging es weiter über die Seegrenze nach Spanien. Gleich die erste „Ria“ (Bucht) bei Vigo ist so schön, dass wir unseren Anker 3 Tage im feinen Sandgrund stecken ließen. „Galizien“, unser Geheimtip! Hier ist mit dem Boot alles möglich. Große- und kleine Buchten zum Ankern, Strände, Städte, Lokale, worauf man gerade Lust hat. Und dann das super Wetter, welches sommerlich- aber nicht zu heiß ist.

Unsere Ankerbucht!
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Einmal Malaga bitte🍨

Am 15. Juni 2020 sind wir in die Strait of Gibraltar von West nach Ost eingelaufen. Die beeindruckende Kulisse zwischen Afrika und Europa begleitet uns auf dieser Reise. Beide Kontinente haben hier hohe Berge. Es ist passender Nordwestwind und wir gleiten, bei sonnigem Wetter, mühelos durch die Meerenge. Ein schöner Segeltag, den wir in Erinnerung behalten werden.

Links Marokko und rechts Spanien. (mißglückte Panorama Aufnahme)
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🍾 heute vor einem Jahr,

am 13. Juni 2019 sind wir von unserem Heimathafen, Hooksiel gestartet. Ein Jahr: „segelreisemitelisa“. Wir erinnern uns noch an die Verabschiedungen mit euch und an die gut gemeinten Wünsche! Heute, nach 366 Tagen können wir sagen, dass diese bis hier in Erfüllung gegangen sind. Es war ein sehr schönes Segeljahr. Ging es doch immer der Sonne hinterher!

Eine Segelsaison ohne Ende!
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Die Leinen los,

wir segeln fort…. Elisa ist heute, am 31.5.20 um 10 Uhr Ortszeit aus der Ankerbucht von Arrecife/Lanzarote gestartet. In den letzten zwei Tagen sind wir von unserem Quarantäneort, Gran Tarajal bis hier gegen den Wind, gen Nord gekreuzt. Nun wollen wir den Sprung nach Portugal machen. Passender Wind ist angesagt. So hoffen wir eine gute Wind- und Wetterlücke zu bekommen. Es ist immer sehr schwer den richtigen Startzeitpunkt für solch einen Törn zu treffen. Wetterberichte lesen ist dann wie ein Krimi für mich!🤨 Vier bis fünf Tage werden wir nun unterwegs sein. Vielleicht auch länger? Drückt uns die Daumen.✊

Skyline von Arrecife aus unserer Ankerbucht!
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…klar zum Ablegen!

Wasser und Diesel aufgefüllt, Lebensmittel gebunkert! Hafengebühr bezahlt. Die Guardia Civil war zwecks Abmeldung aus spanischen Gewässern bei uns an Bord. Nach 32 Tagen Gran Tarajal, Quarantäne sollten eigentlich heute, am 13.4.20 die Leinen Richtung Portugal gelöst werden! 5 Tage passender SW-Wind Richtung portugiesisches Festland sind laut Wetterbericht angesagt. Nun haben wir heute morgen unser Vorhaben kurzum abgebrochen!☹️

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…wer viel schreibt,

langweilt sich. (sagt man?) Früher waren mit diesem Spruch die bunten Ansichtskarten gemeint, die aus dem Urlaub geschickt wurden, heute könnte der moderne Blog an diese Stelle gerückt sein.

Langweilig darf es natürlich für keinen von uns sein und so werden wir nur besondere Ereignisse ausführlicher berichten. Heute daher die interessantesten Bilder der letzten Tage ohne viel Text. Viel Spass damit.

Geballte Kraft der Natur!
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Teneriffa geht noch-

Kanarische Inselgruppe mit 8 Archipele.

in diesem Jahr! So sind wir am Donnerstag in der dritten Adventwoche nochmals eine Insel weiter und von La Gomera nach Teneriffa. Es ist nun unsere vierte, der insgesamt acht kanarischen Inseln, die wir angesegelt haben. Kein großer Törn! Lediglich die auffällig hohen Wellen haben uns mal wieder ins Grübeln gebracht. Wenig Wind und dann so hohe Wellen?

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Zwischen vier Kanarischen Inseln

mit Wellen aus 4 Richtungen sind wir am 18. November auf El Hierro im Hafen von De La Estaca angekommen. Bei bis zu 25 Knoten Wind (5-6 Bft.) hatten wir das Gefühl in einen Whirlpool zu segeln. Ein riesen Geschaukel, welches wohl nur Elisa Spass gemacht hat. Wir vermuten, dass jede der vier Inseln ein eigenes Wellenecho erzeugt. Gut hörbar als „Tusch“ unter unserem Rumpf.

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Geschafft, Kanarische Insel erreicht!

Gestern morgen sind wir in Puerto de Tazacorte, La Palma angekommen. Rund 260 Seemeilen (480km) Kurs 196 Grad, nochmals Süd. Gleich hinter der Hafenausfahrt von Funchal legte sich „Elisa“ leicht auf die Seite und zog einen geraden Strich in den Atlantik. Mit rund 6 Knoten Fahrt (ca.11Std/km) ging es in die erste sternenklare Nacht.

Noch ist Funchal / Madeira zu sehen.

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…Tag 129, Abreise Richtung Süd!

Nach langem Hin- und Her haben wir nun unsere Abreise zu den Kanaren für heute Nachmittag beschlossen. Somit verlassen wir Portugal und verlagern unseren Aufenthalt weiter nach Süd! Der Sonne hinterher🌝 Zwei volle Seetage mit dem Ziel La Palma als erste Insel ganz im Westen. Nochmals die Weite des Atlantik hautnah, Nachtwachen, müde -und hoffentlich guten Wind und Welle.

Funchal bei Nacht von unserem Cockpit.
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…wer schön sein will

muss lächeln! Diese Erkenntnis wurde mir vor ein paar Tagen zugespielt und ist sicher wahr. Hier auf Porto Santo sind alle schön! Kein Wunder, denn hier gehen die Uhren langsam und die Stimmung ist gut. Für uns ist es eine Probezeit bei dem sich unser Segeltörn zum ersten Mal verlangsamt. So sind wir jetzt schon über zwei Wochen im selben Hafen. Am Anfang haben wir auf der Insel täglich volles Programm mit großen Radtouren und Besichtigungen gemacht, nun passen wir uns dem Tempo an und lassen es ruhig angehen. (Die Berge stehen schließlich morgen auch noch da.)

der Hafen von Porto Santo
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„Porto Santo“ Bug voraus!

…nach 456 Seemeilen und dreieinhalb Tagen auf dem Atlantik haben wir am Tag „100“ unserer Reise den Hafen von Porto Santo / Madeira erreicht.

Erste Eindrücke von unserem Ziel Madeira!

Glasklares Wasser ideal zum Tauchen.

Die Überfahrt war ohne Probleme. Glitzernder Sternenhimmel, Vollmond ab 23 Uhr, eine Gruppe von Orca-Walen, Delphine und die kleine Meeresschildkröte haben uns fasziniert. Der Wind, nicht über 4 Beaufort, kam recht spitz von vorn, bis er dann ganz einschlief und unser Motor zum Einsatz kam. Lange hatte ich ein Zeitfenster zur Überfahrt ausgesucht. Etwas mehr Wind wäre noch schöner gewesen. Aber besser so, als zu viel Wind!

Was hier aussieht wie Dünen, ist der Rest vom Sonnenuntergang. Eine „Fata Morgana“

Zeit für einen Sonnenschuss, Schiffsmittag!

Mit Hilfe der Sonne die Schiffsposition zu errechnen soll angeblich ganz einfach sein? 🤣🤣

Die Algarve um Lagos/Portugal können wir nur empfehlen.

Eine wahnsinns Kulisse hier! Die Felsen haben Torbögen, Grotten und Höhlen, die wir mit dem Beiboot unserer Segelfreunde SY- Breeze erkunden konnten.

Das sind so viele Fotos geworden.🎞🎞

Fortsetzung folgt! Gruss nach Hause von der Crew Elisa⛵️

Kurs 239 Grad…

Die Leinen sind los und ein langer Törn beginnt. Somit verlassen wir nun die Algarve mit so vielen schönen Eindrücken! Darüber werden wir später noch berichten.

Leinen los von Lagos Richtung Madeira.

4-5 Tage werden wir auf See sein. Somit ist vorerst einmal Funkstille😜

Grüße in die Heimat. Euch eine schöne Zeit, Crew Elisa.

…zwischen den Kontinenten!

Mit der Umrundung des Cabo de Säo Vincente, dem südwestlichstem Punkt Europas, sind wir zwischen zwei Kontinenten unterwegs. Hier spürt man schon den warmen Wind von Afrika.

Leuchtturm Cabo de Säo Vincente.

Ab hier beginnt die Algarve. Nach einer unruhigen Nacht vor Anker in Baleeira sind wir nun im teuren Hafen von Lagos. Diesen haben wir gestern per Kreuzschläge bei warmen Wind erreicht. Zum ersten Mal kamen wir an den Felsen vorbei, die als Postkartenmotive dienen.

Hier ist noch Hochsaison.

Gestern haben wir uns von unseren Segelfreunden Sigrid und Gerd verabschiedet. Die Beiden hatten den gleichen Weg ab La Coruna und wollen nun ins Mittelmeer. Wir haben uns spontan angefreundet und immer mal wieder verabredet. So ist man auch weit von zuhause nicht alleine.

Auf der Strecke lag Lissabon, wo wir uns 3 Tage aufgehalten haben. Eine Grossstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten wo unsere Füße oftmals gerade noch einen Platz am Boden fanden. So voll! Besonders gut gefallen hat uns dann die kleine Stadt Sines ca. 60 Seemeilen weiter südlich. Hier ist ein gepflegter Hafen mit einem süßen Stadtkern und kleinen Restaurants. Besonders wichtig ist auch immer eine Einkaufsmöglichkeit. Da freut man sich schon mal auf einen Lidl😊 Die Taschen und Rucksäcke so voll, dass man sie kaum mehr tragen kann.

Kunstwerk: Hände hoch!

Straßenbahn in Lissabon

Lagos soll unser letzter Punkt am Festland sein. Ab hier warten wir auf ein passendes Wetterfenster zur Überfahrt nach Madeira. 450 Seemeilen (ca. 830km) Für uns die längste Strecke, die wir bis dahin gesegelt hätten. Wir sind sehr gespannt wie das wird! Vor dem Ablegen melden wir uns nochmal. Nun freuen wir uns auf eine schöne Zeit hier in Lagos.

Einen lieben Gruss nach Hause. Bitte schreibt doch mal was in diesen Blog. Ansonsten sind wir ja auch auf den direkten Kanälen und per Telefon in Kontakt.

…unser Törn bis jetzt.

…Tag 82 – Lissabon!

Es ist nun September 2019 und wir sind schon 82 Tage unterwegs. Kaum zu glauben wie die Zeit vergeht. Gestern sind wir in die Weltstadt Lissabon eingelaufen. Das sind erhabene Momente auf eigenem Kiel! Bei warmen Wind und Strom von hinten segelte unsere Kleine mit Vollgas von Cascais, einem noblen Vorort von Lisboa, in einen der vielen Stadthäfen direkt hinter der großen Autobahnbrücke.

Die Einflugschneise der Jumbojets geht direkt über diese Brücke und dann über unseren Mast.

…so viele Flieger, so laut!

…von Seeseite beeindruckende Gebäude!

Einerseits sind so große Städte dicke Einträge in unser Logbuch, andererseits kommen wir hier mit dem hektischen Leben wieder in Verbindung. Beides ist schön- aber schöner ist das dahingleiten mit dem Wind. Dennoch Augen auf und durch🙄 Hier gibt es so viel zu sehen.

Unser Kurs führte ab Spanien an der portugiesischen Küste entlang. Ca. alle 30 Seemeilen gibt es einen Hafen oder eine Ankerbucht. Die spanischen „Rias“ (Fjorde) haben uns jedoch besser gefallen. Hier in Portugal sind die Rias viel kleiner und schwieriger anzulaufen. Der Atlantik hat immer langgezogenen Schwell um die 2 Meter auch bei wenig Wind. Die Bucht von „Nazare“ hat bei Sturm die höchsten Wellen weltweit. Ein Surfer hatte mal eine 30 Meter Welle auf der er surfte. (Internet) Selbst kurz vor der Hafeneinfahrt sind noch 120 Meter Wassertiefe die dann schlagartig auf 8 Meter ansteigen. Zum Glück war bei uns nur wenig Wind und wir konnten den Hafen problemlos anlaufen.

Die Steilküste von Nazare.

Der Strand von Nazare. Da hinten liegt Eilsa.

Da unterwegs so viele Kirchen sind, sind wir von oben gut versorgt. Es ist weiterhin einen superschöne Reise, worüber man so viel mehr schreiben könnte.

Für uns kommt nun die große Entscheidung wie unsere Reise weiter geht. Lissabon ist ein geeigneter Absprunghafen nach Madeira. Viele Segler warten hier in den Ankerbuchen auf ihre Abfahrt. Oder segeln wir weiter gen Süd und gehen vielleicht über Afrika zu den Kanaren. Ihr werdet es erfahren. Euch alles Gute, Crew Elisa

Porto, eine sehr schöne Stadt! Hier wird der Portwein hergestellt.

…sie lieben Elisa-

und wir diese Momente!

Schöne Begegnungen, die wir genießen. Die Delphine schwimmen minutenlang in unserer Bugwelle und begleiten uns. Gruss aus Portugal, 100sm vor Lisboa, Crew Elisa

Atlantiksegeln vom Feinsten!

Dicker Nebel und Probleme mit der Grossschifffahrt in der Ria de Aveiro!

Nerven behalten- schade, dass ich den Funkspruch nicht aufgezeichnet habe🤨

…das Ende

des Kantabrischem-Gebirge versinkt hier in den Fluten des Atlantik. Nur wenige Seemeilen nach West sind unter unserem Kiel schon über 1000 Meter Wassertiefe. Die Küste, an der wir entlang segeln, ist unendlich schön und vielseitig! (Besonders von Seeseite.)

Seit Gijon begleitet uns dieses Gebirge in Galicien. Landeinwärts könnte man denken, wir sind in Norwegen, Österreich oder auch auf einem See. Oder doch Schweden? Weiße Strandabschnitte lockern die Küstenlinien auf. Unser Kurs ging von Gijon über La Coruna, einer Großstadt in der wir 7 Tage verbrachten, vorbei am Kap „Cabo-Finistere“, den westlichsten Punkt von Spanien. Wer dieses Kap umrundet ist nun endgültig auf dem offenen Atlantik angekommen. Zur Zeit ein Paradies, was bekanntlich so nah an der Hölle liegen kann.🤨

„Cabo-Finistere“

Immer hohe Dünung scheint hier normal. Zum Glück hat Spanien an diesem Küstenabschnitt lauter „Rias“. Große Buchten in denen man schon tagelang verweilen könnte. So schön hatten wir uns das nicht vorgestellt. Aber auch das Wetter ist zur Zeit gut zu uns. Jeden Tag segeln wir ein Stück weiter in die nächste Ria. Dort liegen wir in einem der zahlreichen Häfen- oder vor Anker. Aus der Pantry kommt dann leckeres Essen🥘🍳🍔! Das hat etwas ganz besonderes. Wir Drei für uns!

Solch ein Törn ist wie ein Puzzle. Jeden Morgen gleiche ich das Wetter, die Gezeiten, die Strömung, die Windrichtung und Stärke mit dem gewünschten Zielhafen in der Seekarte ab. Nur für den nächsten Schlag machen wir uns einen Plan. Für länger macht es keinen Sinn, da sich die Bedingungen so schnell ändern. Fahrtensegler kennen das! Auffällig ist, dass der Törn Richtung Süd leichter sein wird als zurück Richtung Nord. Der Wind kommt viel öfter aus nördlicher Richtung als umgekehrt! So werden wir auf unserer Rückreise mehr Gegenwind bekommen. Aber denken wir jetzt noch nicht daran.🤨

Blauer Himmel, schöne Landschaft, kleine Bergdörfer!

Wetterberichte kann man in Küstennähe gut per Internet empfangen. Für küstenferne Kurse, ohne Netzanschluss, habe ich auf die alte Kurzwelle gesetzt. Der Deutsche Wetter Dienst (DWD) sendet nach wie vor auf Kurzwellen Frequenzen. So teste ich immer wieder meinen Wetterempfänger „Fastnet 25“. Vielleicht eine Alternative zu teuren Iridium-Satelliten-Telefon, mit dem man auf See Wetterberichte bekommt.

Zum Test noch fliegend verdrahtet! Sogar mit Drucker👍

Ein Blick auf unseren Kartenplotter. Links unten ist unser Standort.

Das geöffnete Fenster Richtung Amerika.

La Coruna mit dem Fahrrad.

Schmächtiger Wachmann der von Bernadette gestützt werden muß🤭

Vielleicht schon morgen erreichen wir Vigo. Danach geht es dann an der portugiesischen Küste weiter. Dann berichten wir wieder.

Alles Gute in die Heimat, Crew Elisa

PS. Vielen Dank für die lieben Kommentare und Briefe per Mail.

…zwischen zwei Tiefdruckgebieten

nach Spanien durchgerutscht.

Beständiges Wetter ist zur Zeit in der Biskaya nicht zu erwarten. Über dem Atlantik kommt ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen. Damit wir weiter kommen haben wir von Freitag bis Sonntag Nacht die geplante Überfahrt von La Rochelle/Frankreich nach Spanien gemacht. Die 245 sm (ca. 450km) konnten wir fast immer segeln. Der mäßige Wind war gut zu uns und pustete mit 30 – 70 Grad schräg von vorne in unsere Segel. Meterhohe Dünung und andauernde Schräglage, begleitet von pechschwarzen Wolken und Nächten, machte das Leben an Bord dennoch beschwerlich. Seekrankheit von Bernadette kamen noch erschwerend dazu. Dabei hatten wir geglaubt, das sie diese für immer überwunden hat. Hut ab vor denen, die das Wochen und Monate durchhalten. Bei uns jedenfalls hat sich keine Bordroutine eingestellt. Einzig schön war, dass unser Boot so schnell war und das man so herrlich schlafen kann, wenn die Leinen wieder fest sind.🥳 Das nächste Tief kommt schon morgen mit viel Wind in die Biskaya. Gut, dass wir durch sind!

Nun grüßen wir aus Gijon/Spanien. Wir sind in der „Marina Yates del Principado“. Diese ist deutlich günstiger als die „Marina Gijon“. In die Stadt geht es von hier besser mit dem Fahrrad. Unsere beiden Klappräder, die wir an Bord haben, stehen bereits fahrbereit am Steg.

Hier sieht alles ganz anders aus als in Frankreich. Jetzt haben wir hohe Berge im Hintergrund und dafür künstliche Strände ohne jeden Reiz. Von der angrenzenden Kirmes dudelt schwer erträgliche Musik.😖

So ein Törn hat jeden Tag neue Lebensbedingungen. Es braucht schnelle Köpfe die andauernd umschalten müssen. Da träumen wir schon mal von 3 Wochen Wangerooge am Stück⛱☀️.

Bis bald, Crew Elisa

La Rochelle

Die „Alu Minia“ wächst hier wie nirgends anders!

Eine Pflanze mit langem Stiel und schwarzer Blüte, die sich oben an der Spitze vom Winde possierlich dreht😜

Noch nicht die ganze Welt aber fast alles bis jetzt gesegelt. So verbrauchten wir nur wenige Liter Diesel bis hier. Gerne würden wir diese Ökobilanz fortführen. Zur Zeit warten wir auf passendes Wetter für den 250sm Sprung nach Spanien. Eine Strecke, die nur mit 1-3 Nächten zu machen ist. Bilbao in Süd, Gijon weiter in Südwest und La Coruna außen, fast auf der Ecke Richtung Portugal. Mal sehen wo wir ankommen werden.

Wenn es für uns als Ziel die Kanaren würden, dann sind das ca. 3000 Seemeilen (5556km) von Hooksiel gerechnet. In fünf Monaten Segelzeit wären das rund 20 Seemeilen pro Tag. Bleibt man also einen Tag im Hafen, sind es schon am nächsten Tag 40sm, usw.🧐

Hier ist auch Sommer! Bei 35 Grad im Schatten kann man barfuss nur über das Deck tanzen.🦶(so heiss) La Rochelle ist schön aber auch touristisch überlaufen. Eigentlich nichts für uns und so wollen wir heute Abend, am 42. Tag unserer Reise, wieder in eine Ankerbucht. Vor Anker ist eine ganz besondere Stimmung. Wir mögen das!

(Unser neuer 20kg „Rocna“ Anker ist super. Das Teil steckt, wir im Prospekt versprochen, sofort im Meeresgrund. Letztes Jahr hatten wir noch einen „Delta“ Anker. Der hielt nicht zuverlässig!)

Schön sind auch die kleinen Häfen auf kleinen Inseln. So könnten wir morgen auf Ile de’Oleron- oder Ile d’Aix sein. Nicht weit von hier.

Sobald dann unser Windfenster für Spanien kommt geht es weiter! Elisa ist geladen und vorbereitet für längere Fahrt. Es hieße dann, tschüss Frankreich!

Für eure Kommentare und Rückmeldungen vielen Dank. Wenn was fehlt sagt bescheid. Gruss an die Heimat😘

Stadthafen Einfahrt LaRochelle.

…die da oben,

sehen auf uns da unten! So sieht das aus, wenn das Wasser einfach davon schwimmt! Wir finden es gewaltig, was die Kräfte von Sonne und Mond so bewirken und sind jedes mal fasziniert. So gibt es in diesem Hafen zwei Hafenbecken auf verschiedenen Etagen. So eine Art Parkhausfeeling🧐

Hier auf der Insel Ile le Groix, unterhalb von Concaneau, haben wir unsere Segelfreunde Gerda und Bernhard mit ihrer „La Estrella“ getroffen. Was für eine Freude, dass wir uns hier begegnen. Auch die Beiden kommen von ihrer großen Reise aus Süd und sind auf dem Rückweg nach Hooksiel. Solche Treffen bringen fröhliche Stunden mit immer neu gefüllten Gläser. Dabei werden natürlich auch Erfahrungen ausgetauscht. So haben wir für unsere Weiterfahrt einiges gelernt und genau zugehört was zu beachten ist und wo es schön ist😳⛵️ Danke an Euch. Kommt gut mit eurem Boot nach Hause!

Hier gibt es viele Delphine. Wenn sie auftauchen sind wir jedesmal aus dem Häuschen. Bei der letzten Begegnung mit den eleganten Tieren hatten wir unseren großen Gennaker oben. (gelbes, ca. 110qm großes Segel für Winde von schräg hinten.) Die Gier nach dem perfekten Foto ließ uns über unser Deck springen. Dabei haben wir das gelbe Segel komplett aus den Augen verloren. Dies hat sich dann selbstständig gemacht und unbemerkt so oft um unsere beiden Vorstage gewickelt, dass wir das Chaos mit dem riesigen Tuch kaum noch enttüddeln konnten🤨 Die Delphine sind wie Kinder und können einfach nicht stillhalten.

Felsenkeller ohne Brauerei! Davon gibt es hier viele.

Als nächstes wollen wir nach La Rochelle. Das sind ca. 120 sm von hier. Im Moment ist das Wetter sehr sommerlich. Somit hoffen wir auf einen schönen Törn. Abwarten! Grüsse nach Hause und Euch auch eine schöne Zeit.

…Bretagne Richtung Biskaya

Die touristisch strapazierte Kanalinseln Guernsey haben wir verlassen und sind den ca. 80 Seemeilen Schlag nach Roscoff/Frankreich/Bretagne gesegelt. Hier ist ein superschöner Yachthafen und ein ganz besonderes Städtchen. So schön, dass jeder mal hier gewesen sein sollte.

Diese Fischer haben gerade Pause!

In unserem Yachthafen, unweit der Stadt, stehen die Racer. Die Franzosen sind sehr segelbegeistert. Überall Jugendliche auf den kleinen Booten- überall Regatten.

Wie tief das Wasser bei Niedrigwasser fällt kann man hier gut erkennen- und was für ein Aufwand für diesen Bootskran betrieben wurde.

Heute sind wir wieder ein Stück weiter nach L’aber Wrac’h gesegelt und wieder im dicken Nebel versunken. Das ist nicht schön und trotz Technik immer sehr unangenehm. Zudem noch viele Untiefen in der Einfahrt.

Man sieht die Hindernisse erst im letzen Moment.

Demnächst wollen wir nach Brest. Dann berichten wir weiter. Hoffentlich ist dann meine Erkältung weg, die mich seit Tagen nervt. Hier ist es immer recht frisch. Gruss an die Heimat🙋‍♂️🙋‍♀️