…hier ist es schön!

Unser Segelfreund Knut hat gesagt, dass es ab den Kanalinseln erst richtig schön wird. Recht hat er! Die Insel Alderney hat uns sehr gefallen. Dort lagen wir 2 Nächte an einer Mouringtonne. ( Bojen, die vom Hafenbetreiber ausgelegt sind, an denen man sich festmachen kann.) So kommt man nur mit dem eigenen Beiboot an Land- oder bestellt ein Wassertaxi. Wir haben uns für das Taxi entschieden. Gestern sind wir in Guernsey eingelaufen. Alles noch im westenglischen Kanal. Die Autos fahren hier auf der falschen Seite😜 bezahlt wird mit Pfund. Elisa haben wir heute im Innenhafen von St. Peter Port geparkt.

Auf der Insel Alderney sind wir Doris und Calle begegnet. Zwei Schiffe aus dem WSV-Hooksiel. Das mußte natürlich gefeiert werden.

Doris und Calle auf ihrer „Blue Sun“ Die Beiden sind auf dem Rückweg und kommen von den Kanaren.

Nun freuen wir uns auf einen schönen Tag auf Guernsey. Morgen geht es vielleicht weiter. Einen lieben Gruss nach Hause.

…hier ist schon Atlantik!

Unsere letzten Meilen gingen so richtig ab. Gestern hatten wir 12 Stunden volles Programm und 80 Seemeilen zu segeln. Unserer Selbststeueranlage kam erstmals an ihre Grenze. Wellenberge auf denen wir in Schussfahrt herunter rauschten. Wind gegen den Strom mit bis zu 4 Knoten von vorn. Die Normandie ist schroff und anspruchsvoll. Nun sind wir in Cherbourg, eine Landspitze im englischen Kanal und der Absprung nach Guernsey. Die Insel, wo die Pilcher Filme gedreht werden😊 Alles sehr spannend und abwechslungsreich.

Hier noch der Rest von der Fischerboje, die wir auf See eingefangen haben. Die endlos lange Leine schwamm herrenlos samt Boje im Wasser. So staunten wir nicht schlecht, als das Ding auf einmal hinter uns her kam. Ein beherzter Schnitt mit dem Messer konnte uns dann befreien. Und das alles bei dieser Welle! Wird sicher Farbe am Unterwasserschiff gekostet haben.

Werden weiter berichten. Alles Gute in die Heimat, Crew Elisa

Just do it!

Flaggenwechsel öfter als Hemdenwechsel?

In 3 Tagen, 3 Gastlandflaggen unter die Saling gezogen. Sicher unser Rekord und zugleich keine Kunst in diesem Revier. Seitdem wir Holland verlassen haben, sind die Häfen bescheiden und dafür auch teurer. Das muss bitte besser werden!

Gestern haben wir die berüchtigten Flämischen Bänke vor Belgien passiert. Hier gibt es vorgelagerte Sandbänke mit nur 1 Meter Tiefe. Die Rinnen in denen wir segeln sind nicht so breit und haben dementsprechend viel Strömung. Bei Sturm muss das hier die Hölle sein. Sturm hatten wir zum Glück nicht. So war es mit unserem 110qm großem Genacker ein toller Segeltag bei voll Speed im engen Revier. Das sind dann 70 Seemeilen volle Konzentration. Die 22 sm von Calais nach „Boulogne Sur Mer“ waren heute zu kreuzen, was Elisa gut kann. In Calais muss man übrigens nicht angelegt haben. Hier war es laut und voll Feinstäube wie direkt mit der Nase vorm Auspuff. Die vielen Fähren qualmen maximal CO2. So ist der Klimawandel sicher nicht zu stoppen!

Der Tidenhub (Ebbe und Flut) ist hier in Boulogne Sur Mer schon bei über 6 Meter. Bis zu 10 Meter stehen uns noch bevor. Damit die Hafenbecken bei Ebbe nicht leer laufen, werden sie ab einem bestimmten Wasserstand geschlossen. Dann kommt keinen mehr rein und raus. Überhaupt gibt so viel Neues für uns zu beachten. Hafenmeister wollen, trotz EU, alle Schiffspapiere, Police kommt auf See mit dem Schlauchboot zur Kontrolle, Fahrwasser kreuzen muss angemeldet werden, Häfen werden mit Lichtzeichen für die Ein- bzw. Ausfahrt gesperrt. Und ab jetzt alles in englischer Sprache🤨

Allen die unserem Blog folgen an dieser Stelle vielen Dank. Wir wünschen Euch auch eine tolle Zeit, mit- oder ohne Boot. Bis bald⛵️

Der Hafen von Scheveningen/Holland

…die Strömung scheint betrunken!

Um 0 Uhr sind wir in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Scheveningen, Nähe Den Haag eingelaufen. Eine tolle Kulisse mit tausenden Lampen und sicher einer der edelsten Ferienorte von Holland. Es lief am Dienstag so gut, dass wir unseren geplanten Zielort Ijmunden backbord liegen ließen und in die Nacht segelten. Volle Segel mit Wind von hinten wollten wohl die vielen Amwindkurse ausgleichen. Versöhnlich!

Nur die Strömung ist gewöhnungsbedürftig. Bei uns an den Küsten Ostfrieslands kippt Tide und Strömung fast zur gleichen Zeit. Hier kippt die Strömung 3 Stunden später und dann noch zum Teil im Kringel als wolle sie tanzen. Und das ist ja erst der Anfang. Richtig Strömung kommt ja noch!

Morgen, am Freitag wollen wir voraussichtlich weiter. Uns geht es gut! (wie man sieht)

…kurzentschlossen in die Nacht!

Es war eher ein Arbeitssonntag auf der Insel Borkum. Bei schönem Wetter haben wir noch versucht Restarbeiten am Boot zu erledigen. Leider ohne nennenswerten Erfolg. Da fehlte wohl der Draht in der Mütze!

Morgen früh, so der Plan, geht es dann weiter. Bernadette lag schon in der Koje, Zähne geputzt, als ich die neue Abfahrtzeit ankündigte. (Befehl von ganz oben🤣) Wir legen jetzt ab! 22 Uhr und raus, dann haben auf dieser Etappe zweimal Strom von hinten. Also los- und mit dem Restlicht aus dem Gatt. Der Plan war gut und der Vollmond machte die ganze Nacht Licht. Zum Glück, denn hier liegen viele unbefeuerte Tonnen in Küstennähe und Treibnetzbojen der vielen Fischerboote. Erst halber Wind, dann hoch ran. Knapp 100sm bis Den Helder, wo wir dann im königlichen Yachtclub noch eine Kleinigkeit zu essen bekamen. Total müde suchten wir um 21 Uhr nur noch unsere Kojen- SCHLAFEN!

…die ersten Meilen sind gemacht!

Nun haben wir am Donnerstag, den 13. Juni 2019 unseren Heimathafen Hooksiel verlassen. Für die vielen lieb gemeinten Wünsche von unserer Familie und unseren Freunden an dieser Stelle vielen Dank. Über ein halbes Jahr haben wir uns auf diesen Tag vorbereitet und nun ist es soweit. So richtig Freude kommt noch nicht auf. Soll es doch ein Abschied von noch nie erlebter Länge werden. Gleich beim ersten Törn nach Norderney kam der Wind recht spitz und legte Salz auf Schiff und Besatzung. Am nächsten Tag war das Wetter schon freundlicher und so glitten wir nach Borkum in den Burkana-Hafen. Wer ihn kennt weiss, dass es hier nicht besonders schön ist. Immerhin war eins von drei Restaurants in Hafennähe geöffnet, wo wir uns mir einem Schnitzel richtig satt essen konnten.

Seither warten wir nun schon den 2. Tag auf passenden Wind. Der Wettermann versperrt uns die Weiterfahrt mit Wind aus Südwest. Genau da wollen wir ja hin! Auch sind die folgenden Schläge nicht unter 85sm zu machen. Das alles Kreuzen? Mal sehen wie es weiter geht. Soweit bis hier. Einen lieben Gruss Crew Elisa.