Geschafft, Kanarische Insel erreicht!

Gestern morgen sind wir in Puerto de Tazacorte, La Palma angekommen. Rund 260 Seemeilen (480km) Kurs 196 Grad, nochmals Süd. Gleich hinter der Hafenausfahrt von Funchal legte sich „Elisa“ leicht auf die Seite und zog einen geraden Strich in den Atlantik. Mit rund 6 Knoten Fahrt (ca.11Std/km) ging es in die erste sternenklare Nacht.

Noch ist Funchal / Madeira zu sehen.

Man liegt dann, mit der Decke über die Beine gelegt, im Cockpit, den Blick zum Himmel und kann nicht fassen wie gross das Universum sein muss. Kein weiters Schiff den ganzen Tag am Horizont. Kein Land in Sicht. Nur wir und unser Boot! Das ist wunderbar. Ich übernehme die 1. Nachtwache und vergesse diesmal bis zum Sonnenaufgang Bernadette zu wecken- so schön!

Am Morgen kam dann, wie angekündigt, die große Dünung, die ein Sturmtief weiter nördlich erzeugt hat. Das ist wie in einem Fahrstuhl. Da die ca. 3 Meter hohen Wellen weit auseinander sind, läßt sich damit aber gut leben. Erst wenn auf den langen Seen noch kleinere Wellen hinzukommen, wird es ruppig. So war die zweite Nacht dann auch anstrengend. Es knallt und scheppert dann in allen Schränken und die Segel müssen gesichert werden, damit sie nicht hin und her schlagen. Ein Zustand, der genau dann eintritt, wenn der Wind nicht mehr zu den Wellen paßt. Jeder Segler kennt das. Mit nur noch 4 Knoten Fahrt haben wir das Geschaukel dann über Stunden ausgehalten, bis uns dann auffrischender Wind von dem Eiertanz erlöste und unsere Segel wieder prall gefüllt waren.

Atlantik Abendessen auf “Mein Schiff“😊 (so gemütlich ist es nur selten.)

Die Nächte sind hier in etwa genauso lang wie die Tage. Ohne Mond ist es stockdunkel. Zum Glück ist es nicht kalt. Das Wasser hat ca. 24 Grad und ist am Tag total BLAU. So dürfen wir uns nun auch Blauwassersegler nennen😄

Blaues Wasser!

Der Besuch von Madeira war, wie schon beschrieben, sehr schön. Besonders gut hat uns Porto Santo gefallen. Darüber haben wir ja schon berichtet. Die Landschaft ist sehr bergig und waagerechtes Land gibt es kaum. Selbst das Ackerland wird in den Lavastein gehauen. Maschinen können nicht eingesetzt werden.

Ackerland auf Madeirisch!

Das Essen überall in Portugal hat uns nicht begeistert. Zum Glück ist es auch nicht besonders teuer. Kaum ein Duft aus einer Küche, wo wir stehengeblieben sind. Das ist hier nun in Spanien zum Glück wieder anders. Alleine die Kanarischen Arrugadas mit Mojo-Soße😋 und lecker Fisch.

Unsere Hafenmauer von der Rückseite fotografiert.

Hier in Puerto de Tazacorte ist der Hafen gut geschützt. Was für ein Bauwerk um die gewaltigen Wellen vom Atlantik abzuhalten. Auf Empfehlung von unseren Segelfreunden Gerda und Bernhard ist es unser erster Hafen, den wir auf den Kanaren angesteuert haben. Hier gefällt es uns auf anhieb. Törn um Törn wollen wir nun in den nächsten Monaten die Kanaren links herum absegeln. Weiters werden wir berichten. Gruss nach Hause, Crew Elisa

PS. Vielen Dank für eure lieben Kommentare.

Auf Augenhöhe mit unserem alten Segelfreund Christoph Kolumbus. (wehe wenn er aufsteht🤣)

6 Kommentare zu „Geschafft, Kanarische Insel erreicht!

  1. Liebe Grüße aus Porto Santo und schön, dass ihr gut angekommen seid. Wir warten noch auf den Fallschirm und haben deshalb das Windfenster verpasst. Hoffentlich bringt der kommende Südwind guten Kitewind. Danach kommen wir dann nach. Lasst es euch gut gehen. PS Das Bild mit Kolumbus habe ich auch, stehe aber auf der anderen Seite. Liebe Grüße von der Lady Charlyette

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  2. Hallo Bernadette und HR,
    Glückwunsch zum Erreichen der Kanaren. Die Situation, wenn Wind und Welle nicht zueinander passen, kenne ich auch. Die Wellenschutzwand ist schon beeindruckend. Habe ich so noch nicht gesehen. Morgen fahren wir nach Hooksiel, um die letzten Massnahmen zur Winterfestmachung zu erledigen. Zur Zeit haben wir ein Hoch und damit ein paar Tage goldenen Herbst. Habt eine schöne entschleunigte Zeit auf La Palma. LG Olaf

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  3. Glückwunsch euch beiden! Dann gehts ja sicher bald an den schwarzen Strand. Die Hafenmauer sieht selbst bei Maps beeindruckend aus. Hoffentlich habt ihr so einen Schutz so bald nicht nötig. Wollte gestern noch mal nach Helgoland, fiel allerdings wegen Nebels aus. LG auch von Beate

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    1. …hallo Martin, schön, von dir zu lesen. Schade aber, dass dein geplanter Törn nach Helgoland nicht mehr geklappt hat. Hier ist es zur Zeit zum Glück friedlich und die dicke Hafenmauer kommt nicht zum Einsatz. Schwarzen Sand werde ich noch vorzeigen. LG HR

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  4. Ihr Lieben,
    gerade sitze ich mit Clarissa bei Kaffee und Kuchen und sie zeigt mir Euren Blog. Toll, was Ihr so erlebt. La Palma kenne ich nicht, aber grüßt mir Teneriffa, wo ich mit Mutter so gerne war und auch gerne nochmal hinfliegen würde. Aber: Tempi passati.
    Gehabt Euch wohl!
    Euer Vater

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    1. …hallo lieber Vater, über deinen Kommentar freuen wir uns sehr. Bist du doch der Ursprung unserer Segelreise. Auf Teneriffa werden wir an dich und Mutter denken. Das waren schöne Zeiten. „Tempi Passati“ Lieben Gruss auch an Clarissa von der Crew Elisa

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