Lebenszeichen!

…hallo nach Hause, 14 Tage Quarantäne sind nun geschafft. Uns geht es soweit gut. Eigentlich sollte es gestern, Sonntag, den 29. März für uns ja weitergehen- aber Pedro Sánchez, der spanische Ministerpräsident, hat weitere 14 Tage Nachschlag verordnet und die Regeln nochmals verschärft. Neu einlaufende Yachten werden weiterhin strikt abgewiesen. Das ist jedesmal ein Drama! Keiner darf ohne ernsten Grund auf die Strasse. Keine Zusammenkünfte auf unseren Stegen. Selbst für die 6 Kinder auf Steg 2. Nur einzeln zum Supermarkt ist erlaubt. Überall Straßenkontrollen. Dem müssen wir uns nun vorerst bis Ostern fügen. Diese strengen Maßnahmen werden hier übrigens heftig diskutiert und auch wir halten sie für überzogen. Warten wir also auf Resultate!

Aber wir sind nicht die einzigen den es so geht! Kein Mensch hätte mit so einem Ereignis gerechnet. So schauen wir über Internet besorgt in die Welt und können nicht fassen was da gerade passiert. So viel Leid, so viele Probleme, so viele Entbehrungen, so teuer. Unglaublich!!!

Strandpromenade von Gran Tarajal
…kein Gang zum Supermarkt ohne Kontrolle!

Aber damit nicht genug: In unserem Hafen sind am 26. März 34 Flüchtlinge angekommen. Sie sind von der Subsahara-Afrika mit einen kleinen Schlauchboot, vielleicht für acht Personen zugelassen, gestartet und vor der Küste Fuerteventuras, per Radar gesichtet worden. Sie hatten nur einen schwachen Außenbordmotor. Der Rettungskreuzer ist ihnen dann entgegengekommen. An diesem Tag waren es insgesamt 74 Flüchtlinge auf Fuerteventura, verteilt auf 2 Häfen. Die spanischen Behörden sind darauf vorbereitet und haben die Menschen sofort professionell versorgt. Wie man sagt, werden sie alle wieder zurück gebracht🤨

…das geht schon unter die Haut! Im Vordergrund das Schlauchboot.

Gibt es auch was gutes zu berichten? Ja, zum Glück ist das Wetter hier wieder besser geworden und somit läßt es sich bei 22 Grad und blauem Himmel auf unserer Elisa gut aushalten. Auch der Kühlschrank ist voll und während Bernadette leckeres kocht und viel ließt versuche ich mich mit meiner Gitarre zu beschäftigen. Diese hatte ich auf La Gomera eher zufällig gekauft.

Starallüren 😜

Was wir übrigens noch gut finden stand heute in den Fuerteventura Nachrichten: Die Guardia Civil versorgt die Ankerlieger vor unserer Insel mit Lebensmitteln und Getränken👍 Der Logbuch Eintrag lautet dann: „Haben heute bei der Polizei Brot, Butter- und zwei Kisten Bier bestellt“!😜

Zum Schluss möchten wir uns bei euch für die netten Kommentare, Mails und Telefonate bedanken. Wo ihr doch selbst eure Probleme und Sorgen mit dem Virus habt. Wie die Reise für uns alle weitergeht steht noch offen. Wir wünschen unserer Familie, unseren Freunden und unseren Lesern/innen von hier alles Gute, keine persönliche Bekanntschaft mit dem Virus- und gutes Gelingen für die Zeit danach. Das kommt von ganzem Herzen, euer Außenposten Crew Elisa

Fortsetzung folgt!

🟨Quarantäne!🟨

+++seit gestern, den 15. März 2020 liegen wir mit „Elisa“ fest. Wir dürfen den Hafen nicht mehr verlassen und kämen auch in keinen anderen spanischen Hafen mehr hinein. Diese Regel gilt zunächst für 15 Tage+++

…unser momentaner Hafenplatz in Gran Tarajal/Fuerteventura.

Schlimmer noch ist die Ausgangssperre für alle spanischen Bürger/innen und natürlich für uns Gäste. Außer Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Ärzte und Krankenhäuser ist nichts geöffnet! Kein Restaurant, keine Kneipe, kein Geschäft. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit, ohne triftigen Grund ist verboten!! Die Strassen und der Strand sind leergefegt. Wir sitzen fest!

Alles wie ausgestorben🤨

Mit dieser spanischen Maßnahme ist hier auch gleichzeitig das Wetter kühler geworden, begleitet von frischen Wind. Wolken am Himmel, etwas Regen. Was passiert da gerade?

Mit uns liegen noch rund 10 weitere Gästeboote hier im Hafen von Gran Tarajal. Alle müssen nun mit uns abwarten.

Gestern wurde eine belgische Yacht von den Seenotrettern in den Hafen geschleppt und sofort von der policía mit zwei Streifenwagen empfangen. Yachten ohne Seenot werden abgewiesen!

Wir sind gespannt wie es in Deutschland- und anderen Ländern weitergeht. Grüße von der Crew Elisa, nun symbolisch unter gelber Flagge🟨 Wir werden weiter berichten.

Sand und Vieren!

…oder Calima und Corona! Unerwünschte Namen😷😷

Auswüchse! Die Welt will einfach nicht rund werden!

Der letzte „Calima“ Sandsturm vor rund zwei Wochen (wir haben schon berichtet) war der schlimmste seit 20 Jahren. Manche sagen sogar seit 40 Jahren. Schade nur, dass sich Corona nicht so leicht mit Wasser und Bürste abspülen läßt wie Calima aus der Wüste🤨 Nun auch für uns Segler, am südlichsten Ende von Europa ein Thema. Große Kreuzfahrer dürfen hier zur Zeit keine Bewegungen mehr von Hafen zu Hafen machen und liegen fest. Kämen wir auch unter diese Regelung, dann könnten wir unsere Reiseplanung vorerst auf Eis legen. Wer hätte so etwas gedacht? Für uns zur Zeit noch ein Luxusproblem. Für viele Menschen im Alltag sicher eine große Herausforderung. So wollen wir nicht klagen.

Kanaren-Reiseroute gegen den Uhrzeigersinn: z.Z. Fuerteventura, „Gran Tarajal

Die letzten Segeltörne waren richtig schön. Rauschefahrt mit Vollzeug, warm und blaues Wasser. Wie schon erwähnt, besuchen wir die „Canarias“ von links nach rechts. Die meisten Segler gehen genau anders herum. So haben wir mit der Insel La Palma- und nicht auf Lanzarote angefangen. Das war bis jetzt eine gute Entscheidung und gegen den Boots Mainstream im Herbst, bekamen wir immer einen Hafenplatz. Für die einzelnen Distanzen habe ich uns jedesmal einen Tag mit passenden Wind ausgesucht. So auch von Las Palmas, Gran Canaria nach „Morro-Jable“, im Süden von Fuerteventura. Dort gibt es einen Traumstrand, an dem wir kilometerlang laufen konnten.

Strand von Morro-Jable

Türkisfarbenes Wasser, Sandstrand und nette Restaurants hatten uns 10 Tage hier verweilen lassen. Nur durch Glück bekamen wir einen Hafenplatz und waren wohl das einzige Gästeboot am Steg. Seit Jahren soll der Hafen erweitert werden! Bis auf die vielen gewerblich genutzten Fischer- und Ausflugsboote gibt es hier mehr und mehr „Seelentröster“. Boote, die einfach stehenbleiben und wohl vergessen wurden. Sie verstopfen die wenigen Plätze in den Häfen👎

…ein stolzer Bootseigner auf Brautschau😜

Für die nächsten Langstrecken haben wir jetzt unseren Hydrogenerator am Heck montiert. Erste Tests waren vielversprechend und lösen hoffentlich das ewige Stromproblem während der Seetage. Wir werden weiter berichten. Ein spannendes Thema!

Watt&Sea Hydrogenerator im hochgeklappten Zustand.
…gute Laune aus Gran Tarajal!

Bleibt gesund. Danke für euer Interesse. Bis bald, Crew Elisa

…wer viel schreibt,

langweilt sich. (sagt man?) Früher waren mit diesem Spruch die bunten Ansichtskarten gemeint, die aus dem Urlaub geschickt wurden, heute könnte der moderne Blog an diese Stelle gerückt sein.

Langweilig darf es natürlich für keinen von uns sein und so werden wir nur besondere Ereignisse ausführlicher berichten. Heute daher die interessantesten Bilder der letzten Tage ohne viel Text. Viel Spass damit.

Geballte Kraft der Natur!
Landschaft auf Gran Canaria am „Roque Nublo“ mit dem 150 km entfernten „Teide“ von Teneriffa im Hintergrund.
Wetter- so unbeschreiblich faszinierend!
Dünen von „Playa del Ingles“ Gran Canaria.
Barfuss durch die Wüste👣
Wüstensand aus Afrika schon leicht in der Luft zu erkennen. 26 Grad Lufttemperatur, viel Wind. Bernadette kann ihn nicht aufhalten😜
Eine Stunde später: Kein Nebel, kein Filter vor der Linse. Mitten am Nachmittag. Wüstensand „Calima“ wirbelt durch die Luft. Er bedeckt alles mit einer feinen Sandschicht. Unsere Elisa ist jetzt ockergelb. Das sind die Extreme hier!🥴
Überall feiner Sand🥴
Puerto Las Palmas vor dem Sandsturm. Riesig!
Neue Bordbatterien nach nur knapp 2 Jahren. Die Dehler-Werft springt ein und beteiligt sich! Tolle Werft! Passenden Ersatz zu finden war hier nicht einfach.
Die Neuen! „First Energy“ klingt vielversprechend und bleibt zu beweisen.
Unsere Solarpaneele perfekt an der Heckreling befestigt. Sie stört kaum und ist schwenkbar angebracht. So fangen wir viel Sonnenstrom ein,

Wegen der Batterien sind wir nun seit einer Woche hier in Las Palmas. Der Hafen ist sehr gross. Las Palmas ist nicht besonders schön und mit mit 680.000 Einwohnern die siebtgrößte Stadt von ganz Spanien.🤨

Die Reinigungsarbeiten von Elisa werden noch 2 Tage warten müssen. So lange soll der Sandsturm noch anhalten. Irgendwann muss der Sand doch aus der Wüste mal weggepustet sein😜 Zum Glück sind wir nicht alleine. Alle Kanarischen Inseln müssen nach so einem Ereignis geputzt werden! Daher wird es auch nie langweilig🥺 Nächste Woche, wenn der Sturm vorbei ist, wollen wir wieder eine Insel weiter nach Fuerteventura⛵️ Wir freuen uns schon auf die ca. 65 Seemeilen.

Liebe Grüße in die Heimat von der Crew Elisa.

Canaria-Isla hopping Nr. 5

Grüße aus dem Süden von Gran Canaria

Elisa ist wieder unterwegs und so haben wir Garachico im Nordwesten von Teneriffa im Februar verlassen. Wir waren für ein paar Wochen zu Hause. Dort gab es wichtige Termine. Auch konnten wir einen Teil unserer Enkelkinder einmal wieder richtig drücken😘 Ein Vorteil wenn man nur gut 4 Flugstunden davon segelt! Bei Hin-und Rückflug zeigte uns der Blick aus dem Flugzeugfenster einen Teil der Strecke, wo wir Monate für gesegelt sind. Da werden Erinnerungen wach. Das wollen wir alles wieder zurück? Bleibt der Wunsch nach schönen Meilen mit fairem Wind. Diesen hatten wir vorgestern von Santa Cruz/Teneriffa nach Porto Mogan/Gran Canaria. Der Film zeigt 50 Traummeilen im Winter😜

Teneriffa / Gran Canaria mit unserer Dehler 38

Santa Cruz hat uns gut gefallen. Es ist eine große Stadt. Sehr sauber mit vielen Attraktionen. Zuvor haben wir noch oben im Norden von TF, in der „Punta de Antequera“ eine Nacht vor Anker gelegen. Ganz alleine in der Bucht- herrlich! Allerdings konnte ich unseren Anker am Morgen nur mit einem Tauchgang befreien. Wir hatten alles vom Grund eingefangen was dort rumlag🥴 (Fünf Betonwürfel auf dem Grund, die selbst mit einer Kette verbunden waren, haben sich mit unserer Ankerkette verdreht!) Gut, dass wir eine Taucherausrüstung dabei haben, sonst wäre unser guter „Rocna“ Anker wohl verloren gewesen. Zum Glück war das Wasser so glasklar, dass wir bei 7 Meter Wassertiefe das Drama von oben schon erkennen konnten.

Kreuzfahrer vor dem „Anaga“ Gebirge.

Porto Mogan auf Gran Canaria ist ein Urlaubsnest. Alle die dem kalten Winter entfliehen wollen, scheinen hier zu sein. Uns ist es zu voll- und so wollen wir auch bald weiter Richtung Norden. Dort soll man auch ankern können. Das Revier hier um die Kanaren hat so seine Tücken. Die Bewegungen mit dem Boot sind so ein bisschen wie Roulette. Man weis nie was kommt🤨 So gibt es hier oft in kurzen Zeitabständen „alles oder nichts“!

…seht euch lieber den blauen Himmel an😎
Typische Farben von Gran Canaria / Mogan.

Macht es gut bis zum nächsten Mal. Über eure Kommentare freuen wir uns immer wieder.

Bis bald, Crew Elisa

Porto Mogan ist sehr eng!

PS. Kommentare von euch, die direkt unter den jeweiligen Beiträgen geschrieben werden, werden ohne Mailadresse veröffentlicht- Kommentare die ihr unter Kontakt absendet können nur wir lesen!

Die Gläser sind leer

und das neue Jahr rast schon wieder los. Hinter dem Horizont geht’s bekanntlich weiter. Abwarten!

Garachico / Teneriffa mit Horizont Richtung Nord.

Wir genießen die Tage unter der Sonne und freuen uns erstmalig in unserem Segelleben mehr Hafentage als Meilen zu machen. Somit gibt es im Moment kein neues Seemannsgarn von uns. Letztendlich ist es ein wenig Alltag, der uns gut gefällt. Es fehlt fast an nichts und die kleine Stadt Garachico auf Teneriffa bietet viel kulturelles. Das nehmen wir hier, am nordwestlichen Ende der Insel, gerne mit.

Fast täglich große Musikshows auf der Freilichtbühne mitten drin.
Sylvester ganz gross!

Weitere Segelberichte werden kommen. Schließlich hat das Jahr gerade erst angefangen. Die neuen Ziele für die nächsten Monate stehen aber noch nicht fest. Mit jeder Seemeile, die wir in Richtung Süd gemacht haben, ändern sich die eigenen Horizonte und Gedanken. Auch die Gespräche mit den Segelnachbarn und deren Erfahrungen feilen an unserem Plan. Ihr werdet es als Erste erfahren!

Nicht jeder Tag hat durchgehen Sonne. Bananenplantage im Vordergrund und der höchste Berg von Spanien im Hintergrund.

Euch wünschen wir ein gutes Jahr 2020. Wenn es etwas Neues gibt werden wir weiter berichten. Bis dann, tschüss von der Crew Elisa

ANAGA“ Gebirge wie gemalt!

Teneriffa geht noch-

Kanarische Inselgruppe mit 8 Archipele.

in diesem Jahr! So sind wir am Donnerstag in der dritten Adventwoche nochmals eine Insel weiter und von La Gomera nach Teneriffa. Es ist nun unsere vierte, der insgesamt acht kanarischen Inseln, die wir angesegelt haben. Kein großer Törn! Lediglich die auffällig hohen Wellen haben uns mal wieder ins Grübeln gebracht. Wenig Wind und dann so hohe Wellen?

Unsere Hafeneinfahrt in Garachico. Nur bedingt passierbar.

Die Erklärung kommt von dem Orkan über den Azoren weiter nördlich. Da kachelt es im Moment wieder richtig und wir bekommen die Reste der riesigen Wellen ab. Wahnsinn wie lange eine Welle reisen kann! Selbst im Hafen zerrt der Schwell an unseren Leinen. Wieder mal brechen die Stege.

Garachico mit dem 3715 Meter hohen Teide im Hintergrund.

Weiße Weihnachten sind für uns garantiert. Wer bietet mehr?😜 Hier unten ist es tagsüber weiterhin sommerlich. Morgens können wir im Cockpit frühstücken. Ein herrliches Leben unter der Sonne.

In Spanien wird Weihnachten groß gefeiert. Überall ist dekoriert, alle Strassen haben Lichterketten. So passen wir uns an und kleiden uns seemännisch, weihnachtlich😜

Crew Elisa rot/grün

Auf La Gomera waren wir genau zwei Wochen. Der Hafen von San Sebastian ist sehr lebhaft. Die Ruderregatta über den Atlantik war ein riesen Event. Mit viel Beifall haben wir die 4 deutschen Damen verabschiedet.

Boot „Doris“ mit 4 Ruderinnen.

Die 4 sind zur Zeit noch unterwegs und werden erst Mitte/Ende Januar ankommen. Rund 1000 Seemeilen von den insgesamt ca. 3000sm haben sie schon geschafft. Sie liegen von den 35 Booten zur Zeit an 17. Stelle. Und das gegen die kräftigen Kerle👍

Ausblicke die faszinieren! Im Hintergrund, ca. 90 km entfernt, La Palma wie im Eisblock unter Wolken.
Licht und Schatten!

Viele- sehr viele Segelboote sind bereits Richtung Karibik unterwegs- oder längst da. Einige Crews haben wir auf dieser Reise kennengelernt. Besonders mich juckt es ein bisschen Elisa weiter Richtung Südwest zu segeln. Vielleicht machen wir das auch später nochmal. Andererseits gibt es viele Gründe hier auf den Kanaren den Winter zu verbringen. Wir fühlen uns „angekommen“ und das zählt! So viele nette Menschen die wir kennenlernen. Keiner verschenkt Zeit, jeder bringt gute Laune mit. So war auch der Abschied von La Gomera wieder sehr herzlich. Beim Ablegen stehen die neuen Segelfreunde auf ihrem Deck und winken. Ein Wiedersehen ist nicht ausgeschlossen.

Wandern mit Ute bei bestem Wetter.

Unserer Familie, unseren Freunden, allen Segelfreunden im WSV-Hooksiel und allen Leseren und Leserinnen dieses Blog, wünschen wir ein schönes Weihnachtsfest und einen top Start in das neue Jahr 2020. Machen wir es alle gut und bleiben wir so gesund wie eben möglich!!!!

Wir feiern morgen unterm Baum (Grossbaum😜), denken an euch und erheben unser Glas- zum Wohl🥂

Crew Elisa🎄

Danke für eure tollen Kommentare zu diesem Blog👍 Fortsetzung folgt!

PS. Eine Strassenkatze auf Teneriffa mit stolzem Blick!

Von El Hierro nach La Gomera!

Am Mittwoch sind wir die 55 Seemeilen (rund 100 km) nach La Gomera gesegelt. Der Tag war genau getimt. Es gab nur eine kurze Lücke in dem der Wind für uns passend auf Nord drehte, so der Wetterbericht. Also um 6 Uhr los in die noch pechschwarze See. Kaum in La Gomera um 16 Uhr angekommen, kam der Sturm mit starkem Regen und der Wind drehte wieder auf Nordost. Das nun gerade hier auf dem großen Atlantik selten beständiger Wind ist, verwundert uns. So bockig und nicht besonders schön zum Segeln! Kein Törn seit Wochen mit offenen Segeln von Hafen zu Hafen👎

Der Hafen von La Gomera.

Seit unserer Ankunft, ist kein gutes Wetter. So sind wir hier, im wahrsten Sinne des Wortes, noch nicht warm geworden🤨

Rowing the Atlantic Ocean!

Gleich um die Ecke bereiten sich ca. 30 Ruderboote zur Regatta über den Atlantik vor. Die Spezialboote werden mit 1 – 4 Ruderern bzw. Ruderinnen besetzt. Ein großes Race gesponsert vom Whiskyhersteller Talisker! Na, dann🥴 Da im Moment so viel Wind und 4 Meter Welle ist, sieht man den Mannschaften eine gewisse Anspannung an. Am Donnerstag ist Start! Ca. 40 Tage soll die Reise bis in die Karibik dauern!

Alles perfekt vorbereitet hier auf La Gomera!

Unseren besonderen Respekt bekommt aber die 61-jährige „Shirley“. Wir haben die Sportlerin auf El Hierro direkt neben uns am Steg kennengelernt. Shirley Thomson ist Irin und hat sich selbst diese Rowing-Tour zum 60. Geburtstag geschenkt. Nach 500 Seemeilen 2018 drohte ihr Ruderboot zu sinken und sie wurde gerettet. Nun startet sie einen 2. Versuch. Ganz alleine ohne Partys. Ich habe mich jeden Tag mit ihr unterhalten. Sehr sympathisch! Sie rechnet mit maximal 100 Tagen auf See. Dann käme sie zweimal ins Guinnessbuch der Rekorde: 1. weil Irin und 2. älteste Sportlerin dieser Disziplin.

Die „Amigo“ von Shirley.
Zierliche Sportlerin bei Testversuchen im Hafen von La Restinga.

Alle verrückt- oder? El Hierro hat uns gut gefallen. Hier finden keine Modenschauen statt. Eine Insel für Menschen die Ruhe suchen, diese längst gefunden haben- oder gern tauchen. So habe ich wieder ein paar Tauchgänge gemacht.

Das Tauchboot direkt gegenüber von Elisa.

Ein gutes Tauchrevier mit vielen Spots im Süden von El Hierro. Das wir dort 9 Tage im Hafen geblieben sind verdanken wir dem Hafenmeister, der uns einen der wenigen Hafenplätze am Steg zuteilte. Alle anderen Gäste liegen an der Betonmauer mit Schwell. Glück gehabt😀

Sonnenuntergang am Steg direkt neben dem Tauchboot rechts.
Alles etwas verträumt.

Von La Gomera werden wir wieder berichten. Wir wünschen euch eine gute Adventszeit. Die Crew Elisa☀️🎄

PS. Die Weltumsegler Sönke und Judith Roever mit ihrer „Hippoptamus“ liegen schräg hinter uns hier in der Marina La Gomera.

Zwischen vier Kanarischen Inseln

mit Wellen aus 4 Richtungen sind wir am 18. November auf El Hierro im Hafen von De La Estaca angekommen. Bei bis zu 25 Knoten Wind (5-6 Bft.) hatten wir das Gefühl in einen Whirlpool zu segeln. Ein riesen Geschaukel, welches wohl nur Elisa Spass gemacht hat. Wir vermuten, dass jede der vier Inseln ein eigenes Wellenecho erzeugt. Gut hörbar als „Tusch“ unter unserem Rumpf.

Gleichzeitig zu sehen waren La Palma, La Gomera, Teneriffa und El Hierro. Zwischen den Inseln entstehen Windkanäle, die schnell- und unberechenbar Sturmstärke erreichen. Ein Düseneffekt, den wir schon zwischen Porto Santo und Funchal kennengelernt haben. Zum Glück wurde es heute kein Sturm.

Im Hintergrund La Gomera

Durch die gewaltig hohen Vulkanberge sind die Inseln von sehr weit zu erkennen. Wieder waren wir alleine unterwegs, obwohl gerade so viele Segler von den Kanaren Richtung Kapverden- oder Karibik starten. Wo sind die alle?

Im Hintergrund La Palma Süd

Auf La Palma waren wir satte 4 Wochen. Kein Tag war langweilig! Wir empfinden unseren Törn immer noch als großes Glück und genießen jeden Tag. Bevor man aber auf der Inseln eingebürgert wird, muss man die Leinen lösen.🤨 Dabei bleiben jedesmal liebe Segelfreunde zurück mit denen wir schöne Stunden- und gute Gespräche hatten. Auch hier auf La Palma war es ein herzlicher Abschied.

An diesem Strand sind noch Sonnenliegen frei.

Die Insel El Hierro ist nicht besonders gross. Sie ist natürlich auch aus Vulkanstein, der mir immer so vorkommt als bewege man sich in einem Steinbruch oder auf dem Mond😉. Nun gibt es auf jeder dieser Inseln auch Seiten, die regenreicher- und somit auch grüner sind. Aber wer will schon im Regen sitzen?☹️

Regen von der Sonnenseite fotografiert☀️
Frei sind auch Liegeplätze im Hafen von De La Estaca. Ganz neue Stege, sehr sauber. Hinten an der Mauer liegt Elisa.

Zum ersten Mal auf unser gesamten Reise haben wir so klares Wasser im Hafenbecken, dass man bei 5 Meter den Grund sehen kann. El Hierro ist eine Insel für Taucher! Sie hat die schönsten Tauchspots Europas. Ganz unten im Süden, in La Restinga soll es 200 Einwohner geben und 8 Tauchbasen. Vielleicht tauche ich hier mal wieder.

Kontrolle unter unserem Boot und im Hintergrund die französische „Beaj“ bereit zur Atlantiküberquerung.

Leider machen mir meine Knie immer wieder zu schaffen und so kann ich nur eingeschränkt sportlich aktiv sein. Wandern geht fast garnicht. Bei diesem Tauchgang im Hafen von Tazacorte wurde ich aber zum wichtigsten Mann. Ein Nachbarboot vermißte sein Fahrrad im Wasser und Rolf, unser Nachbar auf Steuerbord, hatte gerade seine teure Brille versenkt. Das Fahrrad von den Franzosen habe ich gefunden, die Brille leider nicht. In der Kajüte der französischen „Beaj“ bekam ich dann zum Dank supersüßen Weißwein eingeschenkt. Gut, dass es Verständigungsschwierigkeiten bei der Antwort gab, ob es schmeckt😜

Bernadette, immer einen Schritt schneller.

Wir haben zur Zeit kein Auto und nur noch unsere Bordfahrräder. Daher unser Spruch: „Lieber mit dem Fahrrad zum Boot als mit dem Mercedes zur Arbeit“!🤣

Tschüss schreibt die Crew Elisa. Habt eine schöne Vorweihnachtszeit, trinkt mal einen Glühwein für uns mit und bleibt unserem Blog treu. Grüsse aus El Hierro😘

Land in Sicht!

PS. Marinetraffic hat uns wieder auf dem Schirm. So kann man unseren Standort wieder im Netz verfolgen. Warum das in den letzten Wochen nicht funktionierte wissen wir nicht.