Lebenszeichen!

…hallo nach Hause, 14 Tage Quarantäne sind nun geschafft. Uns geht es soweit gut. Eigentlich sollte es gestern, Sonntag, den 29. März für uns ja weitergehen- aber Pedro Sánchez, der spanische Ministerpräsident, hat weitere 14 Tage Nachschlag verordnet und die Regeln nochmals verschärft. Neu einlaufende Yachten werden weiterhin strikt abgewiesen. Das ist jedesmal ein Drama! Keiner darf ohne ernsten Grund auf die Strasse. Keine Zusammenkünfte auf unseren Stegen. Selbst für die 6 Kinder auf Steg 2. Nur einzeln zum Supermarkt ist erlaubt. Überall Straßenkontrollen. Dem müssen wir uns nun vorerst bis Ostern fügen. Diese strengen Maßnahmen werden hier übrigens heftig diskutiert und auch wir halten sie für überzogen. Warten wir also auf Resultate!

Aber wir sind nicht die einzigen den es so geht! Kein Mensch hätte mit so einem Ereignis gerechnet. So schauen wir über Internet besorgt in die Welt und können nicht fassen was da gerade passiert. So viel Leid, so viele Probleme, so viele Entbehrungen, so teuer. Unglaublich!!!

Strandpromenade von Gran Tarajal
…kein Gang zum Supermarkt ohne Kontrolle!

Aber damit nicht genug: In unserem Hafen sind am 26. März 34 Flüchtlinge angekommen. Sie sind von der Subsahara-Afrika mit einen kleinen Schlauchboot, vielleicht für acht Personen zugelassen, gestartet und vor der Küste Fuerteventuras, per Radar gesichtet worden. Sie hatten nur einen schwachen Außenbordmotor. Der Rettungskreuzer ist ihnen dann entgegengekommen. An diesem Tag waren es insgesamt 74 Flüchtlinge auf Fuerteventura, verteilt auf 2 Häfen. Die spanischen Behörden sind darauf vorbereitet und haben die Menschen sofort professionell versorgt. Wie man sagt, werden sie alle wieder zurück gebracht🤨

…das geht schon unter die Haut! Im Vordergrund das Schlauchboot.

Gibt es auch was gutes zu berichten? Ja, zum Glück ist das Wetter hier wieder besser geworden und somit läßt es sich bei 22 Grad und blauem Himmel auf unserer Elisa gut aushalten. Auch der Kühlschrank ist voll und während Bernadette leckeres kocht und viel ließt versuche ich mich mit meiner Gitarre zu beschäftigen. Diese hatte ich auf La Gomera eher zufällig gekauft.

Starallüren 😜

Was wir übrigens noch gut finden stand heute in den Fuerteventura Nachrichten: Die Guardia Civil versorgt die Ankerlieger vor unserer Insel mit Lebensmitteln und Getränken👍 Der Logbuch Eintrag lautet dann: „Haben heute bei der Polizei Brot, Butter- und zwei Kisten Bier bestellt“!😜

Zum Schluss möchten wir uns bei euch für die netten Kommentare, Mails und Telefonate bedanken. Wo ihr doch selbst eure Probleme und Sorgen mit dem Virus habt. Wie die Reise für uns alle weitergeht steht noch offen. Wir wünschen unserer Familie, unseren Freunden und unseren Lesern/innen von hier alles Gute, keine persönliche Bekanntschaft mit dem Virus- und gutes Gelingen für die Zeit danach. Das kommt von ganzem Herzen, euer Außenposten Crew Elisa

Fortsetzung folgt!

3 Kommentare zu „Lebenszeichen!

  1. Hallo ihr Lieben, schön mal wieder etwas von euch zu hören. Offensichtlich geht man bei euch sehr viel strenger mit der ganzen Sache um, dabei ist Frankreich schon streng, aber die Leute vor Ort sind nett und kulant. Alle halten sich noch ohne Drohgebärden an die Abstandsregeln. Wir liegen aber auch sehr abgelegen vor Anker, da bekommt man auch nicht so viel mit. Viel Spaß mit der Gitarre, wir sind auf die Ergebnisse gespannt, die du ja dann mal in deinen nächsten Post legen kannst. Haltet durch und alles Gute von der Lady.

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  2. Liebe Crew Elisa, liebe Grüsse zu Ostern aus Oldenburg. Vielen Dank für Euren sehr interessanten Bericht insbesondere über die Versorgung der Ankerlieger und den Umgang mit den Flüchtlingen.
    Oldenburg hat zur Zeit eine Infizierungsqoute von 0,08% und keinen Todesfall. Die Supermärkte und Baumärkte haben den Einkaufsprozess gut organisiert. Zur Zeit wird diskutiert wie gesundheitliche Massnahmen und Rücknahme der wirtschaftlichen Einschränkungen ausbalnciert werden sollen. Auch die Frage nach der sogenannten Herdenimmunität kommt immer mehr in die Diskussion. Ich denke, wir müssen akzeptieren, dass wir nicht immer alles zu jeder Zeit im Griff haben können. Wir müssen unsere Immunsysteme stärken und mit Corona und zukünftigen Vieren, die es unzweifelthaft geben wird, leben. Die Einstellung der Schweden gefällt mir, die im Grundsatz sagen, wir wollen in Qulität leben und nicht ein siechendes Leben leben. Heute gehe ich davon aus, dass im Laufe der nächsten Woche erste Lockerungen nach dem 20. April bekannt gegeben werden.
    Wie sind bei Euch die Aussichten? Habt Ihr schon einen Plan, wie es bei Euch nach Aufhebung der Einschränkungen weiter gehen wird?
    Bleibt gesund und guter Dinge, denn es geht immer weiter und letztlich wird alles gut.
    LG Olaf

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    1. …hallo Olaf, immer wieder schön für uns von dir einen Kommentar mit Lagebericht zu bekommen. Nun sind wir hier seit 4 Wochen gefangen und es soll in Spanien noch weitere „4“ Wochen so weitergehen!! Alles hilflos hier und mit wenig Verstand. Wenn doch die portugiesischen Häfen bloss wieder öffnen würden, dann könnten wir Richtung Nord. Weiteres im Blog. Dir- und Claudia erstmal schöne Ostertage. Wird schon wieder⛵️

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