Segeln in den Fjorden!

Über das Wetter, hier in Norwegen, habe ich ja schon geschrieben. Schwitzen mußten wir bis jetzt nicht!

Trotz so vieler PS kann diese Yacht die Wolken nicht wegschieben!

Da nicht jeder Tag für einen schönen Segeltörn taugt, lassen wir es ruhig angehen. Bis auf die Rückkehr in unseren Heimathafen gibt es nichts, was wir um jeden Preis erreichen wollen. Das nimmt uns den Druck. Der Wind entscheidet wo das nächste Ziel ist. Wir wollen uns möglichst nur mit dem Wind unter Segeln- und nicht mit dem Schiffsdiesel fortbewegen.

Lichtspiel mit Sonne und Wolken.

Vier Tage lagen wir im Hafen von „Rosendal“ im „Hardanger“ Fjord. Inmitten mächtiger Berge kommt Ehrfurcht auf. Alles wirkt ein bisschen bedrohlich. Die Kulisse ist beeindruckend! Vielleicht auch, weil die Sonne nicht scheint. Rosendal ist ein beliebter Ort, den viele Boote ansteuern.

Der Hafen von „Rosendal“

Die Wanderung zum Gletschersee, „Bondhusbrea“ beginnt in „Sundal“. Zum Startpunkt des Wanderweges sind wir dieses mal mit dem Bus gefahren. Vor 24 Jahren, wo wir auch schon mit unserem Boot hier waren, ging das Eis noch fast bis zum See herunter.

Gletschersee „Bondhusbrea“
Im Hintergrund der Gletscher „Fonnabu“.
„Fonnabu Gletscher“ auf dem Rückzug!
Schmelzendes Gletschereis!

Nach einem Segeltag freuen wir uns auf Ruhe im Hafen oder vor Anker. Schön, wenn auch Platz im Hafen ist. Bernadette zaubert dann leckeres Essen aus der Kombüse für uns. Kein Fernsehen, keine Nachrichten. Ich nenne es „Leben auf Sichtweite“! Man muss es mal leben und erleben. Mindestens für eine bestimmte Zeit.

Ein ganzer Steg für uns alleine!

Auf dem Weg in den „Lysefjord“ kommt man an einer kleinen, vorgelagerten Insel vorbei. Jost, unser Segelfreund von der JAN VII, schwärmte so von dieser Insel „Kvitsøy“. Also haben wir einen Abstecher dorthin gemacht. Es gefiel uns so gut, dass wir gleich 3 Tage geblieben sind.

Dick angezogen raus in die Natur von „Kvitsøy“.
Steine, Schafe und saftiges Grün!
Unser Hafenplatz auf „Kvitsøy“.
Zur Abwechslung mal keine Berge.
Der blaue Himmel!

Heute, bei Sonne und warmen Wind wollen wir in den „Lysefjord“. Was für ein genialer Tag um in diesen langen Fjord zu segeln! Womit haben wir das verdient? Blauer Himmel, leichte Brise.😎😎👍

Der Eingang in den Fjord.

Im „Lysefjord“ ist der „Preikestolen“. Ein touristisch sehr begehrtes Ziel in Norwegen. Fast jeder kennt diesen Felsen. Ohne Zaun laufen hunderte Menschen oben herum. Wir sind unten mit Elisa vorbei gesegelt. Was für eine Kulisse!

„Preikestolen“ im „Lysefjord“, 604 Meter hoch. Die Felsen sind vor 10.000 Jahren durch Eissprengung entstanden. Das Gestein selbst ist ca. 1,5 Milliarden Jahre alt.
Oben kann man die Menschen erkennen. Nervenkitzel!

Statt da hoch zu wandern genießen wir die gewaltigen Berge von unten und kreuzen gegen den Wind wieder aus dem Fjord heraus. So ein schöner Tag heute!

Wir können ganz nah an die Felsen segeln. Direkt an der Kante sind rund 200 Meter Wassertiefe!
Historischer Touristen Dampfer!
Die unglaubliche Geduld dieser Felsen!

Für die nächsten Tage ist gutes Wetter- und passender Wind für unsere Weiterreise. Stavanger lassen wir links liegen und dann geht es allmählich Richtung Südküste. Von da aus werden wir nochmals berichten. Habt es gut!

Gruss Crew Elisa ⛵️👋

Tschüss!

Hinterlasse einen Kommentar